Viele Menschen in unserer Region müssen wegen der großen Hitze und Trockenheit am Schweizer Nationalfeiertag am 1. August auf das traditionelle Feuerwerk verzichten. Zahlreiche Kantone haben das Abfeuern von Feuerwerkskörpern flächendeckend oder in einzelnen Regionen untersagt. „In weiten Teilen der Schweiz herrscht erhebliche bis sehr große Waldbrandgefahr“, warnte das Bundesamt für Umwelt. Wir geben einen Überblick über die Lage in den verschiedenen Kantonen, die in unserer direkten Nachbarschaft liegen. 

Kanton Schaffhausen

Im Kanton Schaffhausen gibt es mit Ausnahme einzelner Gemeinden kein generelles Feuerwerksverbot, lediglich in Wäldern und am Waldrand darf nicht geböllert werden. In Stein am Rhein, der Stadt mit den historischen Häusern, findet folglich das große Feuerwerk am 1. August wie geplant statt. Das Feuerwerk ist über den Ort hinaus bekannt wegen der besonderen Effekte. Dazu finden sich meist mehrere zehntausend Zuschauer ein. Beginn ist um 22 Uhr, die Stadt empfiehlt eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da Parkplätze knapp und kostenpflichtig sind. Privates Böllern ist jedoch generell verboten. Das beliebte Rheinfall-Feuerwerk "Fire on the rocks" in Neuhausen am Dienstag, 31. Juli, findet definitiv wie geplant statt. Das Abbrennen von privatem Feuerwerk ist jedoch auch hier auf dem gesamten Rheinfall-Areal verboten.

Schaulustige betrachten das Feuerwerk «Fire on the rocks» am Himmel über dem Rheinfall. (Archiv)
Schaulustige betrachten das Feuerwerk «Fire on the rocks» am Himmel über dem Rheinfall. (Archiv) | Bild: Ennio Leanza (dpa)

Kantone Basel-Land und Basel-Stadt

Der Kanton Basel-Land hat Feuerwerke aktuell komplett verboten. Lediglich das große Profi-Feuerwerk in der Stadt Basel findet wie geplant statt, wie immer schon am Vorabend des Feiertags, am heutigen Dienstag, 31. Juli, um 23 Uhr. Ein vielfältiges Programm zur offiziellen Bundesfeier am Rhein mit Livekonzerten und zahlreichen Verkaufsständen sorgt hier beim traditionellen Stadtfest ab 17 Uhr für eine stimmungsvolle Eröffnung der Feierlichkeiten.

Die Organisatoren der offiziellen Bundesfeier auf dem Basler Gebiet "Bruderholz" am 1. August gaben bekannt, dass das große Feuerwerk in diesem Jahr auf Grund der großen Trockenheit abgesagt wurde. 

Kanton Aargau

Im Kanton Aargau gilt aktuell die höchste Gefahrenstufe fünf für eine sehr große Waldbrandgefahr. Am Montag, 30. Juli, haben die Behörden daher für den gesamten Kanton ein absolutes Feuerwerksverbot im Freien erlassen. Explizit sind damit auch Feuer zum 1. August verboten. Wer sich nicht daran hält, muss im Kanton Aargau bis zu 20.000 Franken berappen. Und so feiert auch das gegenüber von Bad Säckingen liegende Stein ohne Feuerwerk. In Stein wird die Bundesfeier wie in den Vorjahren auch bereits am heutigen Dienstag, 31. Juli, veranstaltet. 

Über der Bad Säckinger Holzbrücke wird es am 1. August dunkel bleiben.
Über der Bad Säckinger Holzbrücke wird es in diesem Jahr dunkel bleiben. | Bild: SK

Kanton Thurgau

Im Kanton Thurgau gilt nach einem Beschluss des Regierungsrats wegen der hohen Waldbrandgefahr ebenfalls ein temporäres generelles Feuerwerksverbot. Die aktuelle Trockenperiode berge ein zu großes Gefahrenpotenzial für eventuelle Brände. Das Verbot gilt auch für Feuerwerke zum Schweizer Nationalfeiertag. 

Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auch am 1. August erlaubt. Die Behörden rufen aber zu einem sorgfältigen Umgang auf. Zu Waldrändern ist ein Sicherheitsabstand von 200 Metern vorgeschrieben. 

Kanton St. Gallen

Auch der Kanton St. Gallen macht in Sachen Brandschutz Ernst: Auf dem gesamten Kantonsgebiet gilt bis auf Widerruf ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot. Verstöße werden von der Polizei geahndet, in einem möglichen Schadensfall haftet der Verursacher. 

 

Mit Unterstützung von dpa