Wer sich eine Katze ins Haus holt, begrüßt damit auch ein neues Familienmitglied. Mit ihren Eigenarten erobern die Vierbeiner schnell die Herzen ihrer Besitzerinnen und Besitzer. Doch das Zusammenleben hält nicht für immer, und auch die sprichwörtlichen sieben Leben der Katze sind vielmehr Wunschdenken statt Realität. Wie alt Katzen in der Regel werden und wovon ihre Lebenserwartung abhängt, lesen Sie hier.
Wie alt werden Katzen in der Regel?
Wie auch beim Menschen lässt sich natürlich nie genau sagen, wie alt ein Individuum wird. Zahlreiche Faktoren beeinflussen sowohl die Qualität als auch die Länge eines Lebens – das gilt auch für Katzen. Zum Durchschnittsalter einer Katze gibt es unterschiedliche Angaben, das Spektrum umfasst 12 bis 18 Jahre. Die Lebensdauer hängt auch davon ab, ob es sich um eine Haus- oder Freigängerkatze handelt. Die AGILA Tierversicherung schreibt, dass Hauskatzen 12 bis 16 Jahre alt werden können, heutzutage werden sie oft aber auch deutlich älter. Freigängerkatzen dagegen haben, abhängig von Umweltgefahren, mit durchschnittlich acht bis 12 Jahren eine kürzere Lebenserwartung.
Zur Veranschaulichung: Eine Katze, die 15 Jahre alt ist, wäre laut AGILA in Menschenjahren umgerechnet etwa 76 Jahre alt. Die Tierversicherung weist allerdings darauf hin, dass es sich dabei nur um einen Richtwert handelt, der je nach Rasse, gesundheitlichem Zustand und individuellen Lebensumständen abweichen kann.
Dass Katzen auch mal älter als 20 Jahre werden, ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, schreibt das Tierbestattungsunternehmen Rosengarten. Übrigens gilt bis heute laut dem Guinness-Buch der Rekorde die Hauskatze Creme Puff aus Texas als älteste Katze der Welt. Der Vierbeiner wurde 1976 geboren und starb 2005 im Alter von 38 Jahren.
Wie alt werden Katzen? Diese Faktoren spielen eine Rolle
Ob Ihre Katze ein langes und gesundes Leben hat, können Sie nicht gänzlich beeinflussen. Auf ein paar Faktoren können Sie dennoch achten. Unter anderem spielt Ernährung eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene, hochwertige Fütterung beugt Übergewicht und damit verbundenen Erkrankungen wie Diabetes oder Gelenkproblemen vor. Hinzu kommt die medizinische Versorgung: Regelmäßige Impfungen, Entwurmungen und Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine Kastration kann die Lebenserwartung ebenfalls erhöhen, denn sie senkt das Risiko für bestimmte Tumore und Infektionen, wie der Deutsche Tierschutzbund schreibt. Nicht zuletzt wirken sich auch die genetische Veranlagung und die Rasse aus. So gelten Rassen wie die Siamkatze oder die Balinese als besonders langlebig, während andere Rassen anfälliger für bestimmte Erbkrankheiten sind; auch bedingt durch Überzüchtung und Inzucht. Schließlich tragen auch ein stressarmes Umfeld, ausreichend Beschäftigung und viel Zuwendung zu einem langen und gesunden Katzenleben bei.
Zusammenfassend kann man sagen, dass neben der Rasse diese Faktoren die Lebensdauer Ihrer Katze beeinflussen können:
- Ernährung
- Medizinische Versorgung
- Kastration
- Stressarmes Umfeld
- Ausreichend Beschäftigung und Zuwendung
Ein langes Katzenleben? Darauf kommt es an
Auch aufgrund der finanziellen Belastung durch regelmäßige Arztbesuche, die wichtig für die Gesundheit der Katzen sind, sollte die Adoption einer Katze gut durchdacht sein. Ganz allgemein gilt selbstverständlich: wer sich dazu entscheidet, ein Tier bei sich aufzunehmen, ist für damit auch für sein Wohlergehen verantwortlich. Auf Faktoren wie Ernährung, medizinische Versorgung und Zuwendung können Sie Einfluss nehmen, um das Leben Ihrer Katze womöglich zu verlängern, denn am Ende haben auch die samtpfotigen Vierbeiner – wie wir alle – nur ein Leben.
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