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Senior-Hund adoptieren: Warum sich ein älterer Begleiter lohnen kann

Haustiere

Senior-Hund adoptieren: Warum sich ein älterer Begleiter lohnen kann

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    Möchten Sie einen Senior-Hund adoptieren? Dann gibt es einige Gründe, die dafür sprechen.
    Möchten Sie einen Senior-Hund adoptieren? Dann gibt es einige Gründe, die dafür sprechen. Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

    Wer einen Hund daheim aufnehmen möchte, denkt vielleicht zuerst an einen verspielten Welpen. Doch das führt dazu, dass ältere Vierbeiner vergessen werden und ihren Lebensabend im Tierheim verbringen müssen. Dabei bieten sie oft genau das, was viele Menschen suchen.

    Senior Hund adoptieren: Warum sich ein älterer Vierbeiner lohnt

    Einen Senior-Hund zu adoptieren, mag nicht die erste Option sein, die Ihnen in den Sinn kommt, wenn Sie darüber nachdenken, einen Hund zu sich nach Hause zu holen. Viel schöner ist der Gedanke, seinen Vierbeiner aufwachsen zu sehen und in den ersten gemeinsamen Monaten einen entzückenden Hundewelpen daheim herumtollen sehen. Auch die Sorge, man hätte nur wenig Zeit mit dem neuen Mitbewohner kann einer Senior-Adoption im Wege stehen.

    Aber: Einen Hund, der seinen Lebensabend beschreitet, bei sich aufzunehmen kann einige Vorteile mit sich bringen, wie die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN schreibt. „Wer einen Senior bei sich aufnimmt, muss sich gewöhnlich keine Gedanken mehr um die Erziehung machen.“, heißt es dort. Außerdem wäre die Persönlichkeit der Vierbeiner gefestigt und sie verbreiten eine natürliche Gelassenheit. Und trotzdem seien viele ältere Hunde innerlich noch jung geblieben und stünden ihren jüngeren Artgenossen in nichts nach. VIER PFOTEN nennt es auch die „reife Jugend“, derer Vorzüge man sich bei der Hunde-Adoption bewusst sein sollte.

    Senior-Hund adoptieren: Ab wann gilt Ihre Fellnase als alt?

    Die Lebenserwartung von Hunden liegt bei neun bis 14 Jahren, das schreibt der Tierarzt Dr. med. vet. Joachim Hölter auf seiner Website. Dort heißt es außerdem, dass Hündinnen eine etwas höhere Lebenserwartung als Rüden haben und kleine Hunde normalerweise länger leben als die große.

    Laut Dr. Hölter „gelten kleine Hunde spätestens mit 10 Jahren als Senior, große Hunde ab etwa 7 Jahren“. Die Medizin definiere einen Vierbeiner als Senior, sobald das letzte Viertel seiner voraussichtlichen Lebensdauer beginnt.

    Zur Veranschaulichung: Ein Hund, der acht Jahre alt ist, wäre in Menschenjahren 64,27. Das ergibt zumindest das Ergebnis einer Formel, die das Menschenalter eines Hundes ermitteln soll.

    Für diese Menschen sind Senioren-Hunde besonders geeignet

    Besonders für ältere Menschen kann eine späte Tierfreundschaft bereichernd sein: Das Projekt „Senioren für Senioren“ der Hunderettung Europa zeigt, dass es auch im hohen Alter noch zu einer neuen Verbindung kommen kann – für Tiere wie für Menschen. Viele Seniorinnen und Senioren sind geistig und körperlich fit und agil und möchten ihre Lebensfreude weitergeben. Was ihnen oft fehlt, ist eine sinnstiftende Aufgabe und Nähe. Ein Hund kann genau das geben.

    Gleichzeitig gibt es unzählige ältere Hunde, die aufgrund ihres Alters vergessen werden, weil ihre jüngeren Artgenossen attraktiver erscheinen. Ihre Chancen auf ein neues Zuhause sinken mit jedem grauen Haar. Doch auch Senior-Hunde bringen neben Dankbarkeit und Ruhe einige Vorteile mit – vor allem für ältere Besitzerinnen und Besitzer. Auch der Deutsche Tierschutzbund möchte mit dem Projekt „Sonnenhof“ unter anderem Senior-Vierbeiner an ältere Menschen vermitteln. Auf der Website heißt es: „Die Bedürfnisse eines alten Hundes ähneln oft denen eines älteren Menschen – beide lassen es lieber etwas ruhiger angehen, unternehmen lieber kurze Spaziergänge und dafür einmal öfter und möchten die Nähe eines tierischen/menschlichen Partners nicht missen.“

    Um die Seniorinnen und Senioren zu unterstützen, bieten Initiativen wie „Senioren für Senioren“ Assistenz an. Diese kann bei Bedarf mit dem Hund Gassi gehen, ihn füttern und zum Tierarzt fahren. Um auch der Sorge „Was passiert mit meinem Tier, wenn mir etwas passiert?“ zu begegnen, werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, denn im Notfall oder Sterbefall wird das Tier wieder in die Obhut des Vereins genommen.

    Wer einem älteren Hund ein Zuhause schenkt, gewinnt einen treuen Begleiter und im besten Fall profitieren beide Seiten von der gemeinsamen Zeit – auch wenn diese begrenzt ist. Allerdings bemerkt man die Besonderheit und Schönheit einer Verbindung oft erst mit dem Bewusstsein, dass sie vergänglich ist.

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