„Adopt don‘t shop“ („Adoptieren, nicht kaufen“) ist ein Slogan, der dazu ermutigen soll, Tiere zu adoptieren und nicht beim Züchter zu kaufen. Doch wer einen Hund aus dem Tierheim adoptieren möchte, muss sich neben den obligatorischen Kosten für die Haustier-Ausstattung auch auf das Zahlen einer Schutzgebühr einstellen. Warum Tierheime Geld für eine Adoption verlangen, welche Beträge realistisch sind und worauf Sie bei der finanziellen Planung für das neue Familienmitglied achten sollten, lesen Sie hier.
Wie viel kostet ein Hund aus dem Tierheim? So hoch ist die Schutzgebühr
Auch wenn Sie mit der Adoption aus dem Tierheim einem Hund ein neues Zuhause schenken, ist das nicht gratis. Um missbräuchlichen oder unüberlegten Adoptionen entgegenzuwirken, gibt es die sogenannte Schutzgebühr, heißt es beim Tierschutzverein ARCA. Diese soll einerseits einen Teil der Ausgaben, die für das Tierheim entstanden sind, abdecken. Außerdem ist es eine Maßnahme, die unüberlegte Tierkäufe verhindern soll.
Wie hoch die Schutzgebühr ausfällt, entscheiden die Tierheime selbst. Bei der Adoption eines Hundes können Sie mit 250 bis 500 Euro rechnen – Faktoren wie das Alter und der Gesundheitszustand des Hundes spielen dabei eine Rolle. Der Tierschutzverein München hat hierzu auf seiner Website eine Übersicht geteilt. Laut der Kosten-Tabelle liegt die Schutzgebühr für einen Welpen bis vier Monate dort bei 450 Euro, für Hunde ab einem Jahr bei 350 Euro und ab fünf Jahren, je nach Fall und Zustand, bei 250 Euro.
Übrigens: Wer einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, spart sich mancherorts für eine gewisse Zeit die Hundesteuer – das ist allerdings nicht bundesweit geregelt.
Tierschutz bei der Adoption – die Hintergründe der Schutzgebühr
Für einige Menschen scheint die Tatsache, dass sie für ihre Tieradoption Geld zahlen müssen, erst mal befremdlich. Schließlich „retten“ sie das Tier und schenken ihm ein neues Leben. Die Schutzgebühr soll den Tieren aber vor allem eine Wertigkeit verleihen, wie das VETO Magazin schreibt. Dort heißt es weiter, dass eine Bezahlung außerdem die Tiere vor Spontankäufen schützt und das Risiko verringert, dass der Hund später wieder im Tierheim landet oder im schlimmsten Fall ausgesetzt wird. Diese Schutzgebühr betrifft nicht nur Hunde, sondern auch Katzen, Vögel und sonstige andere Tiere aus dem Tierheim.
So viel kostet ein Hund – mit diesen Kosten müssen Sie bei der Grundausstattung rechnen
Sollten Sie sich für einen Vierbeiner entschieden haben, den Sie nun mit nach Hause nehmen dürfen, fallen obendrein Kosten für die Erstausstattung an. Das GEO-Magazin hat eine Liste mit wichtigen Utensilien für den ersten Hund veröffentlicht:
- Halsband, Geschirr und Leine
- Napf und Futter
- Hundebett
- Spielzeug
- Pflegeprodukte
- Falls Sie einen Welpen bei sich daheim aufnehmen: Treppengitter, Welpenlaufstall und Transportbox
- Ausrüstung für Ausflüge
- Erste-Hilfe-Set
- Versicherungen
Die Allianz spricht von 400 bis 600 Euro, die Sie für die Grundausstattung Ihres Hundes investieren müssen. Hinzu kommen laufende Kosten wie Futter, Hundeschule und Tierarzt.
Auch wenn Sie mit einer Adoption ein Tierleben retten: Ganz kostenlos ist der Neuanfang nicht. Schutzgebühr und Erstausstattung stellen sicher, dass die Entscheidung gut durchdacht ist und ein Hund nicht zum Impulskauf wird.
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