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Smartphone unter 300 Euro – günstig, aber gut?

Technik

Smartphone unter 300 Euro – günstig, aber gut?

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    Ein Smartphone unter 300 Euro? Das ist möglich, wenn Sie auf ein paar wichtige Funktionen achten.
    Ein Smartphone unter 300 Euro? Das ist möglich, wenn Sie auf ein paar wichtige Funktionen achten. Foto: Alexander Jaser (Symbolbild)

    Nicht jeder benötigt ein teures Smartphone-Spitzenmodell, sondern sucht lieber nach günstigen Alternativen. Allerdings steigen seit Monaten weltweit die Preise für Speichermedien. Davon betroffen sind alle Geräte, die einen Speicher benötigen, wozu natürlich auch Smartphones zählen. Doch auch im unteren Preis-Segment bei Mobiltelefonen ist der Preisanstieg erheblich. Übergreifend rechnen Expertinnen und Experten mit einer Verteuerung um durchschnittlich 27,6 Prozent für das Jahr 2026. Umso genauer sollte man beim Kauf eines neuen Smartphones hinsehen, vor allem wenn es ein Smartphone unter 300 Euro werden soll.

    Smartphone unter 300 Euro – worauf sollte man achten?

    Grundsätzlich sind die Kriterien für günstige Smartphones die gleichen wie für hochwertigere Modelle. Auf diese wichtigen Produkt-Eigenschaften sollten Sie auf jeden Fall achten:

    • Update-Versorgung:

    Update ist nicht gleich Update. Es lohnt sich zu unterscheiden, ob eine Aktualisierung lediglich bekannte Probleme behebt und entdeckte Sicherheitslücken beseitigt oder ob sie auch neue Funktionen einführt. Auf Funktionsupdates braucht man in der Preisklasse unter 300 Euro besser gar nicht erst zu schielen. Gibt es aber nicht zumindest für die Sicherheitsupdates in der EU seit 2025 verbindliche Vorgaben, dass mindestens fünf Jahre lang von den Herstellern solche Updates angeboten werden müssen? Nein, sagt jedenfalls Motorola. Das Unternehmen plant weiterhin nicht mit fünf Jahren. Laut der Auslegung der Rechtslage, die Motorola gegenüber Heise Online schildert, bedeute die EU-Vorgabe nur, dass Updates kostenlos sein müssen, nicht dass es welche geben muss. Das Fazit für Käuferinnen und Käufer lautet daher, dass man beim Kauf eines Smartphones unter 300 Euro auf jeden Fall auch aktiv darauf achten sollte, dass der Hersteller Sicherheitslücken mit Softwareaktualisierungen so lange wie möglich schließt.

    • Arbeitsspeicher:

    Das Gerät sollte mindestens 6 Gigabyte RAM aufweisen. Gerade neue KI-Anwendungen haben einen sehr großen Bedarf nach Arbeitsspeicher. Hier zu sparen, erhöht das Risiko, früher oder später ein Gerät mit ruckeliger Bedienung zu bekommen. Mehr als 8 GB sind aber meistens ebenso unnötig.

    • Prozessor:

    Der Prozessor ist neben dem Arbeitsspeicher ein weiteres wesentliches Merkmal, auf das man als Smartphone-Käufer ein Auge haben muss, wenn man ein Smartphone unter 300 Euro sucht. Weniger wichtig sind meistens die Spitzenwerte, die der Prozessor leisten kann. Im Alltag stärker von Bedeutung sind die Leistungsbereiche, die ein Chip über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen kann.

    • Display:

    Wie wichtig das Display ist, hängt davon ab, was man als Kunde mit dem Smartphone vorhat. Wer viel Zeit mit dem Anschauen von Bildern und Videos verbringt, profitiert von einem hochwertigen Display stärker als Nutzer, die vor allem die Messaging-Optionen als bedeutsam erachten. 120 Hertz Bildwiederholungsrate gehören mittlerweile zum guten Ton – mindestens 90 Hertz sollten es auf jeden Fall sein. Was eine gute Auflösung ist, kommt dagegen auf die Größe des Smartphone-Displays an. Ein OLED-Bildschirm ist im Zweifel einem mit LCD-Technologie vorzuziehen.

    • Kamera:

    Ähnlich wie mit dem Display verhält es sich mit der Kamera. Welche Bedeutung man ihr bei der Auswahl des geeigneten Smartphones unter 300 Euro beimisst, kommt auf die individuelle Nutzung an. Wer häufig auf Instagram oder TikTok unterwegs ist und regelmäßig Content hochladen möchte, sollte hier genauer hinsehen. Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen der Hauptkamera auf der Rückseite und der Frontkamera, mit der man Videoanrufe oder Selfies machen kann. Der Unterschied bei der Qualität ist oft enorm.

    • Akku:

    Ein Dauerbrenner bei Mobiltelefonen ist seit jeher die Akkulaufzeit. Während man früher gute Prognosen abgeben konnte, wie lange ein Akku ungefähr hält, fällt das heute deutlich schwerer. Auch hier hat das Nutzungsverhalten einen sehr großen Einfluss. Apps und Prozesse, die viel Rechenleistung benötigen, verlangen dem Akku mehr ab, als gelegentlich eine E-Mail zu schreiben. Wenn der Akku doch mal nicht reicht, könnte eine Power-Bank eine kurzfristige Ersatzlösung sein – ein Akku für den Akku.

    Was man zusätzlich bei einem Smartphone beachten sollte

    Die bisherigen Kriterien waren das Pflichtprogramm. Zur Pflicht kommt noch die Kür und die besteht aus:

    •  Speicherplatz:

    Wer viele Bilder und Daten auf dem Smartphone unter 300 Euro speichern möchte, benötigt entsprechende Speicherkapazitäten. Der Grund, warum es dieser Punkt nicht in die Pflichtpunkte weiter oben geschafft hat, ist nicht seine Unwichtigkeit. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen kleinen Speicher anderweitig auszugleichen. Smartphones können oft mit Speicherkarten ausgestattet werden, die die Kapazität zusätzlich erhöhen. Außerdem können Cloud-basierte Lösungen herangezogen werden, um Daten außerhalb des Geräts zu speichern. Was jeweils die beste Lösung ist, sollte man vorher realistisch überlegen. Vor dem Hintergrund der hohen Speicherpreise verdient dieser Schritt eine sorgfältige Abwägung. Unter 128 GB sollte der Speicher aber nicht liegen.

    •  Datenübertragung:

    Zur Datenübertragung gehören alle Standards, die man verwenden kann, um Daten auszutauschen. Beim Mobilfunk ist 5G nicht mehr wegzudenken, ebenso wie WiFi-Calling. Wi-Fi 6 oder 7 sind prima, dürften bei einem Mobiltelefon aber lediglich zu kaum spürbaren Verbesserungen führen. Für das mobile Bezahlen benötigt man in der Regel einen NFC-Chip.

    •  Haptik und Verarbeitungsqualität:

    Dieser Punkt ist funktional gesehen egal. Ein Gerät, das man so viel in der Hand hält wie ein Smartphone, sollte sich idealerweise trotzdem gut anfühlen und angenehm in den Fingern liegen. Die Materialien spielen eine wesentliche Rolle. Aluminium vermittelt eine andere Haptik als eine Plastikverkleidung oder Glas. Auch der Schutz vor Wasser und Staub ist wichtig, zum Beispiel nach der Norm IP67 oder IP68.

    Welches Smartphone unter 300 Euro ist im Moment empfehlenswert?

    Wie bereits beschrieben spielt es eine große Rolle, was für Anforderungen man als Nutzer an ein Smartphone stellt. Drei Geräte stechen in der Preisklasse jedoch hervor. Ein ausführlicher, aktueller Test von Heise Online vom Juli 2026 kürt das Motorola Edge 60 zum Testsieger. Auf den zweiten Platz kommt das Nothing Phone 3a, das auch als „Technologiesieger“ bezeichnet. Der Preis-Leistungs-Sieger geht an das Motorola Edge 60 Neo. Alle drei Smartphones kosten aktuell weniger als 300 Euro.

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