Bis vor einigen Jahren waren viele Überstunden, wenig Schlaf und damit verbundener Stress in einigen Branchen beinahe ein Qualitätsnachweis des eigenen Einsatzes. Dieser Trend hat sich inzwischen in vielen gesellschaftlichen Schichten ins Gegenteil verkehrt. Jetzt wird deutlich mehr Wert auf Work-Life-Balance gelegt und ein gesunder Lebensstil angestrebt. Körperliche und geistige Ausgewogenheit genießen mittlerweile hohe Stellenwerte. Geräte, die bei der Erreichung von persönlichen Gesundheitszielen nützlich sind, liegen daher hoch im Kurs und erfreuen sich immer größer werdender Popularität. In diese Gerätekategorie fallen Smart Rings. Diese kleinen Helfer fallen kaum auf und können eine wichtige Rolle spielen, bewusster zu leben, die eigenen physiologischen Bedürfnisse besser zu verstehen und im Alltag darauf Rücksicht zu nehmen.
Smart Rings und Smart Watches – ähnliche Wearables
Smart Rings gehören – wie Smart Watches – in das Segment der sogenannten Wearables: Geräte, die am Körper getragen mit Sensoren Gesundheits- und Leistungsdaten sammeln. In der Regel helfen Smartphone-Apps mit der Auswertung der Daten, stellen Tabellen und Analysen zur Verfügung und geben auf deren Grundlage individuelle Empfehlungen. Beide Devices fungieren als Gesundheits- und Fitness-Tracker. Was für Smart Watches gilt, lässt sich daher auch auf smarte Ringe übertragen.
Smart Rings – für wen sind sie sinnvoll?
Im Prinzip sind Wearables für jeden sinnvoll – findet Prof. Dr. Can Dincer. Seiner Meinung nach handelt es sich bei ihnen um gute Hilfsmittel, um der eigenen Gesundheit bereits einen Gefallen zu tun, solange noch alles in Ordnung ist. Dies gilt auch für Smart Rings. Er betont der Apotheken-Umschau gegenüber den präventiven Charakter von Fitness-Trackern und vergleicht sie mit routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen.
RingConn – einer der Hersteller von Smart Rings – sieht noch eine weitere Zielgruppe, für ein Smart Ring sinnvoll sein kann: Seniorinnen und Senioren. Nicht um den Arzt oder andere medizinische Geräte zu ersetzen, sondern als zusätzliche Ergänzung. Vor allem längerfristige Trends lassen sich mit einem Ring gut erfassen – und Abweichungen davon. Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen finden sich oft dann, wenn sich bekannte Muster im Alltag oder der Körperfunktion ändern. Mit einem am Finger getragenen Gerät können diese Abweichungen gut aufgespürt werden. Ein Smart Ring kann daher ein sinnvolles Werkzeug zur frühzeitigen Erkennung von Problemen sein – um bei Bedarf rechtzeitig gegenzusteuern. Aufgrund der kleinen Größe und einfachen Trageweise stört er dabei kaum im Alltag. Auch die großzügigen Akkulaufzeiten von mehreren Tagen machen langes, ununterbrochenes Tragen komfortabel.
Smart Rings – für wen lohnt sich das intelligente Accessoire noch?
Abgesehen von Menschen mit gesteigerter Notwendigkeit, die körperliche Gesundheit im Blick zu haben, hilft ein Smart Ring auch als Werkzeug bei der Unterstützung von Fitnesszielen. Bei diesem Nutzungsszenario kommen generell alle Altersgruppen infrage. Spezielle Smart Watches bieten dafür zwar oft noch mehr spezialisierte Sensoren an. Nicht jede oder jeder möchte aber eine – im Vergleich zu einem Ring sperrigere – Uhr tragen oder sich von Display-Benachrichtigungen ablenken lassen. Der negative Einfluss von Smartphone-Displays innerhalb des eigenen Sichtfelds auf Konzentration ist gut belegt. Ein Gerät ohne Bildschirm bietet sich deswegen als echte Alternative an. Für alle Trägerinnen und Träger, die auch dem digitalen Raum hin und wieder entfliehen möchten, lohnt es sich auf jeden Fall, bei der Anschaffung eines Fitness-Trackers über einen Smart Ring nachzudenken.
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