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Erstes Smartphone für Ihr Kind – darauf müssen Sie achten

Technik

Erstes Smartphone für Ihr Kind – darauf müssen Sie achten

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    Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Smartphone? Was Eltern beachten sollten und welche Regeln für Kinder sinnvoll sind.
    Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Smartphone? Was Eltern beachten sollten und welche Regeln für Kinder sinnvoll sind. Foto: Patrick Seeger, dpa (Symbolbild)

    Als Australien Ende 2025 soziale Netzwerke für alle unter 16 verboten hatte, war das Land weltweiter Vorreiter. Inzwischen schicken sich weitere Länder an, den Zugang zu Social Media für jüngere Altersgruppen zu verbieten. Im gleichen Atemzug wird außerdem diskutiert, ob Kinder ohne Smartphones in der Schule glücklicher wären. Ob die australischen Maßnahmen zur Erreichung der politisch gesteckten Ziele führen, ist indes umstritten. Einer aktuellen Studie zufolge ist das Verbot bisher beinahe wirkungslos.

    Erstes Smartphone geht der Social-Media-Nutzung voraus

    Bevor es überhaupt zur Nutzung sozialer Netzwerke kommen kann, benötigen Kinder ihr erstes Smartphone. Der Wunsch danach kommt in der Regel eher früher als später. Zum Wohle der Kinder sollten Eltern aber auf jeden Fall sorgfältig abwägen, ob sie ihren Sprösslingen ein erstes Smartphone geben möchten. Außerdem sind nach einer Entscheidung für die Anschaffung eines Smartphones für ein Kind weitere Dinge zu beachten. Die Verwendung davon ist nichts, was man einmal erledigt und sich danach nicht mehr darum kümmern muss.

    Erstes Handy im Zweifel vor dem ersten Smartphone

    Wenn Ihr Kind mit dem Wunsch nach einem ersten Smartphone bei Ihnen vorstellig wird, sollte nicht nur das Alter eine Rolle spielen. Vor dem neunten Lebensjahr, sagen die Experten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, sollte ein eigenes Smartphone nicht infrage kommen. Besser sind zwölf Jahre. Selbst dann sollte der Internetzugang eingeschränkt werden.

    Da Kinder sich unterschiedlich entwickeln, ist die pauschale Orientierung an einem fixen Alter generell nicht die ideale Lösung. Passgenaue Einschätzungen für einzelne Kinder sind allerdings schwierig, weshalb die von der Europäischen Union mitfinanzierte Initiative „klicksafe“ einen Fragebogen anbietet, der hilft, das eigene Kind besser einzuordnen. Ist es bereit für ein Smartphone oder sollte man noch warten? Ein ähnliches Angebot mit einer Checkliste gibt es auch aus der Schweiz.

    Ein Zwischenschritt zum ersten Smartphone kann auch ein normales Handy sein, das im Stile eines „Notfallhandys“ nur Telefonieren und SMS senden kann – ohne Internetzugang und installierbare Apps.

    Erstes Smartphone: Technische Hilfsmittel zum Beschränken von Funktionen nutzen

    Ist das erste Smartphone erst einmal da, sind Eltern dringend beraten, die technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, die Smartphone-Hersteller zur kindgerechten Nutzung auf den Telefonen bereitstellen. Die Optionen sind vielfältig und unterscheiden sich von Gerät zu Gerät.

    Das Portal „Medien kindersicher“ hat sich auf technischen Jugendmedienschutz spezialisiert. Auf seiner Homepage bietet es in diesem Zusammenhang auch einen Online-Assistenten an. Dieser unterstützt Eltern für eine Vielzahl von Smartphones, Tablets, Routern etc., die zur Verfügung stehenden, anbieterabhängigen Schutzfunktionen zu finden und korrekt einzustellen. Der Assistent kann hier aufgerufen werden. Mit ihm lassen sich wichtige Einstellungen wie die Nutzungszeitbeschränkungen von Gerät und/oder Apps, Installationsbeschränkungen und vieles mehr kindgerecht konfigurieren.

    Praktisch: Sogar WhatsApp steht als einzelne Anwendung zur Auswahl, so dass sich alle aktivierbaren Schutzmöglichkeiten innerhalb dieser App bequem finden lassen! Dafür lernt man über 20 WhatsApp-Funktionen und -Einstellungen kennen.

    Tipps für erstes Smartphone von der Polizei

    Was für Erwachsene gilt, gilt erst recht für Kinder: Ein Smartphone sollte sicher sein! Eng damit verbunden ist der Funktionsumfang. Je mehr Funktionen vorhanden sind – also je mehr ein Gerät kann –, umso größer wird in der Regel auch die potenzielle Angriffsfläche. Oftmals gehen kindergerechte Einschränkungen auch mit einer verbesserten Absicherung des Smartphones Hand in Hand.

    Welche zusätzlichen Maßnahmen bei Kinder-Smartphones empfohlen werden, erfährt man unter anderem direkt bei der Polizei. Neben einigen Broschüren zum sicheren Umgang mit Smartphones und Computern werden auf einem gemeinsamen Portal der Polizeibehörden von Bund und Ländern folgende Tipps gegeben:

    • Schütze dein Smartphone vor fremdem Zugriff, z.B. durch den Fingerabdruckscanner oder einen Zahlencode. Ein Wischmuster allein reicht nicht.
    • Gib Passwörter nicht an Freunde weiter.
    • Lade keine Spiele, Apps usw. aus unbekannten Quellen herunter. Damit das nicht zufällig passiert, deaktiviere diese Funktion in den Einstellungen.
    • Führe regelmäßig Updates durch und verwende ein Antivirenprogramm.
    • Aktiviere Bluetooth und andere Schnittstellen nur, wenn du diese Funktion wirklich brauchst, z. B. wenn du mit deinen Eltern Daten austauschen willst.
    • Wenn du von fremden Personen kontaktiert wirst, unangemessene Bilder oder Videos zugeschickt bekommst, wende dich auf jeden Fall an deine Eltern oder eine andere Person deines Vertrauens.

    Teilweise bietet die Polizei auch lokale Workshops für Kinder an, um sie für Gefahren zu sensibilisieren.

    Wie Kinder mit dem ersten Smartphone den Umgang mit Geld lernen

    Smartphones kosten Geld in der Anschaffung und in der Verwendung. Für Kinder werden im Normalfall Prepaid-Verträge empfohlen. Vertragspartner sind in dieser Konstellation zwar weiterhin die Eltern, Kinder bekommen jedoch schon einen guten Einblick in die tatsächlich anfallenden Kosten. Beteiligt man die Kinder an den Ausgaben für ihr Smartphone, erhalten sie früh ein Gespür für die finanziellen Aufwendungen eines internetfähigen Telefons. Ein weiterer positiver Effekt von Prepaid-Verträgen ist der Schutz vor ungewollten Kostenexplosionen, denn nur, was bereits bezahlt ist, kann verbraucht werden. Ausgabenfallen regelmäßig zu überprüfen und teure Funktionen nach Möglichkeit zu deaktivieren, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Eltern.

    Klare Regeln für den Umgang mit dem ersten Smartphone

    Mit den schon genannten Maßnahmen lässt sich viel erreichen. Klar muss Eltern dennoch sein, dass sie nichts davon entbindet, gemeinsam mit den Kindern den Umgang mit digitalen Medien und Geräten zu üben. Medienkompetenz ist essenziell und verlangt auch den Eltern ab, sich mit den damit verbundenen Möglichkeiten und Gefahren auseinanderzusetzen. Außerdem sollten klare Regeln aufgestellt werden, wann und für was das Smartphone verwendet werden darf. Das Familienportal NRW schlägt beispielsweise vor, beim Küchentisch und den Hausaufgaben das Smartphone bewusst zur Seite zu legen. Gleiches sollte dann natürlich aber auch für die Eltern zählen, die ihren Kindern nicht den falschen Umgang mit dem Smartphone vorleben dürfen.

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