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ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Für wen eignet sich welche KI?

Technik

ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Für wen eignet sich welche KI?

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    ChatGPT ist nicht der einzige KI-Assistent, doch wie unterscheiden sich die Alternativen? Hier erfahren Sie, was sie voneinander trennt und was sie verbindet.
    ChatGPT ist nicht der einzige KI-Assistent, doch wie unterscheiden sich die Alternativen? Hier erfahren Sie, was sie voneinander trennt und was sie verbindet. Foto: Hendrik Schmidt, dpa/dpa-tmn (Symbolbild)

    Als ChatGPT im November 2022 in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, war das Erstaunen über die Fähigkeiten der KI riesig. Seitdem sind fast vier Jahre vergangen, in denen sich viel verändert hat. Die Leistungsfähigkeit der KI-Modelle ist enorm gewachsen und zu OpenAIs Aushängeschild ChatGPT haben sich viele Konkurrenten gesellt. Die im Mainstream bekanntesten davon heißen Claude von Anthropic und Gemini von Google. Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Platzhirsche?

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Was ist anders?

    Obwohl die drei KI-Systeme alle zur gleichen Modellfamilie der sogenannten großen Sprachmodelle (LLMs) gehören, gibt es Unterschiede in den Angeboten der Hersteller. Teilweise hängen sie mit technischen Fähigkeiten der KI-Modelle zusammen, teilweise mit Angebotsentscheidungen der Anbieter. Die folgende Übersicht ist dazu gedacht, einen ersten Überblick zu geben und die Orientierung zu erleichtern.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Erstellen von Bildern

    ChatGPT hat einen Generator, der Bilder auf Grundlage von verbal beschriebenen Anweisungen erstellt. Man beschreibt in normalen Worten, was für ein Bild man möchte und die KI liefert es. Auch Gemini verfügt über diese Funktion und kann Bilder erstellen. Claude hingegen fehlt diese Fähigkeit.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Sprachfunktion

    Darüber hinaus gehört es inzwischen zum guten Ton, einem KI-Bot auch eine Sprachfunktion zu spendieren, damit man sich wie mit einem Menschen mit dem Modell unterhalten kann. Auch die drei hier vorgestellten KIs machen keine Ausnahmen. Gemini und ChatGPT bieten ein etwas natürlicheres Spracherlebnis. Feinheiten der Gesprächsführung wirken etwas ausgereifter als bei Claude, zum Beispiel wenn man das LLM im Sprachfluss unterbricht. Je nachdem, welches Modell man verwendet, sind Gemini und ChatGPT auch in der Lage, in Echtzeit den Kamerainhalt eines Computers oder Smartphones zu nutzen, sodass man der KI seine Umgebung zeigen kann, während man mit ihm redet. Bei Claude lassen sich gegenwärtig nur Bilder während eines Gesprächs hochladen.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Datenschutz

    Eines der heikelsten Themen im Zusammenhang mit KI ist Datenschutz. Je mehr Kontext und Informationen eine KI hat, umso besser und personalisierter kann sie antworten. Auf der Kehrseite erfordert dies, dem KI-Modell mehr persönliche Daten zur Verfügung stellen zu müssen. Außerdem nutzen alle drei Modelle die Konversationsinhalte je nach Einstellungen zu Trainingszwecken.

    Hier schneidet Claude etwas besser ab als die Konkurrenten, denn man wird bei der Einrichtung eines Kontos direkt danach gefragt, ob man das Modelltraining mit den Chat-Inhalten erlauben möchte. In den Einstellungen lässt sich diese Berechtigung auch jederzeit wieder ändern. Bei ChatGPT kann man das Training mit den eigenen Daten ebenfalls deaktivieren, standardmäßig ist es aber erst einmal aktiviert. Um dies zu ändern, befindet sich im Bereich „Datenkontrollen“ in den Einstellungen ein entsprechender Button. Alternativ kann über das Privacy Center von OpenAI dem Training widersprochen werden. Der Vorteil von diesem Weg ist die schriftliche Bestätigung des Opt-outs, die man nach der Bearbeitung der Anfrage erhält.

    Schwieriger sieht es bei dem Thema bei Gemini aus. Dass Inhalte aus den Chats für das Modelltraining genutzt werden, ist auch bei Gemini deaktivierbar. Dazu ist es notwendig, „Aktivitäten speichern“ in den Gemini-Einstellungen auszuschalten. Dieser Schritt hat aber spürbare Kosten, denn fortan verwirft das System Konversationen sofort nach dem Schließen und man kann sie nicht mehr zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Privaten Nutzern stehen keine anderen Möglichkeiten offen, das Training mit den eigenen Daten zu untersagen, selbst nicht mit einem Abo.

    Wichtig ist zu wissen, dass die Einstellungen zum Modelltraining bei allen Anbietern grundsätzlich immer erst ab dem Zeitpunkt wirksam sind, ab dem das Training untersagt wird. Rückwirkend können Daten dem Modell nicht mehr entzogen werden, das ist technisch nicht möglich. Es gibt aber auch etwas Positives: Die Deaktivierungsmöglichkeit zum Modelltraining mit den Gesprächsinhalten stehen bei allen hier genannten KI-Anbietern unabhängig von einem kostenpflichtigen Abo zur Verfügung.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Integrationsmöglichkeiten

    Alle drei Kandidaten lassen sich inzwischen gut mit externen Diensten verbinden. Wer bereits ein Google-Konto hat und noch andere Angebote des Suchmaschinen-Riesen nutzt, kann von der nahtlosen Integration Geminis in das Google-Ökosystem profitieren. Neben den obligatorischen Smartphone-Apps stehen bei allen Anbietern mittlerweile auch Desktop-Apps für Windows und Mac bereit. Von Claude gibt es darüber hinaus auch eine App für Linux-Computer. Mit diesen Programmen halten auch agentische Dienste von ChatGPT und Co. auf dem heimischen Computer Einzug, falls man diese wünscht und einen Nutzungsplan abgeschlossen hat, der diese Funktionen unterstützt.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: Preis – so viel kostet eine KI

    Kommen wir zu einem der für viele Verbraucher wesentlichsten Punkte: Grundsätzlich sind Gemini, ChatGPT und Claude kostenlos nutzbar, jedoch nur in sehr begrenztem Umfang. Stark beschränkt ist ohne Abo die Quantität und Qualität der angebotenen KI-Dienste. Die Limits für die Nutzungskontingente fallen dann sehr niedrig aus und man erhält lediglich Zugang zu den leistungsschwächsten Modellen. Außerdem sind die Hürden zur Verwendung unterschiedlich hoch: Gemini und ChatGPT können ohne Account und Anmeldung genutzt werden, für Claude benötigt man jedoch zwingend ein Konto. Ohne Benutzerkonto ist personalisierter Kontext ausgeschlossen und man muss jedes Mal alle relevanten Informationen für eine Aufgabe neu eingeben und dadurch wertvolles Nutzungsguthaben aufwenden. Ein weiterer Vorteil eines Accounts ist die Möglichkeit – wie oben beschrieben – das Datentraining mit den Chat-Inhalten zu unterbinden. Neben den Angeboten für die private Nutzung gibt es separate Modelle für Firmen- oder Enterprise-Kunden, die hier nicht weiter besprochen werden.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: So viel kostet Google Gemini

    Je höher die Zahlungsbereitschaft, umso intensiver darf man die KI nutzen und dabei bessere Modelle verwenden. Bei Gemini kostet das günstigste Abo für private Nutzung im Moment 4,99 Euro. Dafür bekommt man das doppelte Nutzungsvolumen des kostenlosen Abos. Ab 21,99 Euro darf man auf das bessere Gemini-Modell Argon 4 zugreifen. Für alle, denen das immer noch nicht reicht, bietet Google noch höherpreisige Abos ab 99,99 Euro pro Monat an. Für eine weitgehend private Nutzung lohnen sich diese teuren Tarife aber in der Regel kaum.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: So viel kostet Claude

    Anthropics Preismodell besteht aus vier Stufen: Los geht es mit dem kostenlosen Free-Plan als günstigste Option. Die preisgünstigere Zwischenstufe fällt hier aus, bei den kostenpflichtigen Angeboten geht es gleich mit dem Pro-Plan los, der mit 15 Euro – bzw. 18 bei monatlicher Zahlweise – startet, zuzüglich der in Deutschland aktuell geltenden Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Danach folgen mehrere Varianten des Max-Plans mit mindestens 90 Euro pro Monat, ebenfalls plus Mehrwertsteuer. Auch diese dürften für die private Nutzung kaum relevant sein.

    ChatGPT vs. Gemini vs. Claude: So viel kostet ChatGPT

    Bei OpenAI verfährt man ähnlich wie die beiden Konkurrenten. Es gibt das Einstiegsabo ohne Kosten, danach folgt das Go-Abo mit monatlich 8 Euro, der Plus-Tarif mit 23 Euro und schließlich der Premium-Plan ab 103 Euro pro Monat. Interessant könnte für viele das Go-Abo sein, da es sich in einem Punkt von den anderen Anbietern unterscheidet: Werbung. Seit August blendet OpenAI in diesem Tarif und in der kostenlosen Variante Werbeelemente ein und hat damit Neuland für KI-Dienste beschritten. Die Anzeigen sollen klar als solche erkennbar sein und werden auf Basis des aktuellen Chat-Inhalts eingeblendet. Weitere Informationen zu dem Thema Werbung bei OpenAI lassen sich bei der Verbraucherzentrale abrufen. Wer Werbung gar nicht möchte, dem bleibt bei OpenAI nur die Wahl, sich im kostenlosen Tarif mit noch weiter reduzierten Nutzungslimits abzufinden oder mindestens zum Plus-Tarif für 23 Euro monatlich zu greifen.

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