Fast drei Monate lang waren wegen Corona die Grenzen zur Schweiz und nach Österreich geschlossen und damit auch die Autobahnen der Nachbarländer – ausgenommen für Berufspendler – nicht erreichbar. Wer sich im Januar eine Schweizer Jahresvignette für 38 Euro zulegte oder 91,10 Euro für ein österreichisches Jahrespickerl ausgegeben hat, der muss die lange Zwangspause wegstecken. Denn an die Rückerstattung eines Teils des Kaufpreises oder an eine Verlängerung der Gültigkeit in 2021 ist nicht gedacht.

„Keine Verlängerung“

Das bestätigten sowohl die für die Vignetten-Maut zuständige Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) in Bern als auch das Verkehrsministerium in Wien dem SÜDKURIER auf Anfrage. „Die Autobahn-Vignette 2020 wird wie geplant bis Ende Januar 2021 gültig sein“, sagt ein Sprecher der EZV. „Eine Verlängerung ist nicht geplant.“

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Auch in Wien weist ein Sprecher freundlich darauf hin: „Einen Bonus gibt es leider nicht.“ Allerdings schränkt er ein, dass sich die Zahl der verkauften Jahresvignetten sowieso in Grenzen halte. Dagegen werde die 10-Tages-Vignette viel öfter an die Windschutzscheibe gepappt. Sie kostet nur 9,40 Euro für einen Pkw und 5,40 Euro für ein Motorrad.

Zwei Zweimonats-Vignetten besser

Inzwischen lohnt sich der Kauf einer Jahresvignette auch nicht mehr, weil 2020 schon zur Hälfte vorüber ist. Nach Angaben des ADAC ist es nun günstiger, für die Zeit von Anfang August bis Ende November zwei Zwei-Monats-Vignetten zu kaufen, erklärt der ADAC und rechnet vor: Das Jahres-Pickerl kostet 91,10 Euro, für zwei Monate werden jeweils 27,40 Euro fällig. Die Ersparnis beträgt somit 36,30 Euro. Ab 1. Dezember ist schon die Jahresvignette 2021 erhältlich und gültig.

Für Urlauber, die nur einmal nach Österreich fahren, dürfte in vielen Fällen schon das Zehn-Tage-Pickerl für 9,40 Euro reichen.

Vignette auch digital, doch Vorsicht!

Die Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich sind größtenteils mautpflichtig. Die Vignette gibt es als Aufkleber für die Windschutzscheibe und mittlerweile auch digital. Wichtig: Die digitale Variante gilt bei Bestellung im Internet erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf und ist daher nichts für Spontane.

Auch Tschechien-Urlauber sollten ab September prüfen, ob sie die Jahresvignette für 57 Euro noch ausreichend nutzen. Die monatliche Vignette für das Land kostet 17 Euro. In Slowenien lohnt die Jahresvignette für 110 Euro ab 1. September nicht mehr, so der ADAC. Die Monatsvignette kostet 30 Euro.

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