Jetzt ist es endlich raus. Klaus Müller, der Chef der Bundesnetzagentur, hat vorgeschlagen, dass es der Gasmangel im Winter auch erfordern könne, nur noch das Beheizen einzelner Räume zu erlauben. Die älteren Jahrgänge, die die Kriegsjahre, die Nachkriegszeit und die auch nicht immer goldenen 50er-Jahre noch gut im Gedächtnis haben, dürften milde lächeln: Alles schon erlebt! Alles schon durchgemacht!

Nur ein einziger Ofen in Betrieb

Denn früher wurde in den Wohnungen der kleinen Leute und des unteren Mittelstands im Winter in der Regel nur ein einziger Ofen in der Wohnung beheizt. Er stand meist in der Küche und gehörte zum Herd, der mit Holzscheiten oder Kohle gefüllt wurde und bis spät in den Abend brannte.

Die Familie sammelte sich in der Wohnküche zum Essen, für die Hausaufgaben, zum Erzählen, oder die Kinder zum Vorlesen auf Omas Schoß. Wohn- oder Esszimmer blieben bis auf den Sonntag meist kalt, das Schlafzimmer wurde sowieso nicht beheizt. Der Christbaum blieb danke kühler Temperaturen fast bis Ostern frisch.

Anekdoten aus dem Familienkreis

Die Deutschen haben also viel Erfahrung mit teilkalten Wohnungen. Aber war der Lebensmittelpunkt „Küche“ nicht auch eine schöne Erfahrung, von der viele Geschichten und Anekdoten im Familienkreis zeugen? Die Redaktion des SÜDKURIER will Sie, liebe Leserinnen und Leser, einmal erzählen lassen, wie es damals war, als Holz, Gas und Kohlen gespart werden mussten und es ein teurer Luxus gewesen wäre, alle Zimmer auf Wohlfühl-Temperatur zu bringen. Wer saß alles in der Küche, was passierte dort? Wie wurde Heizmaterial gespart? Stand auch die Bade-Zinkwanne neben dem Herd?

Schreiben Sie uns von Ihren Erfahrungen! Die Redaktion freut sich über jede Einsendung und auch über Fotos, die Ihnen natürlich zurückgesandt werden. Wir werden auf dieser Seite über die Einsendungen berichten und unterhaltsame Beispiele vorstellen.

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