Herkunft

  • Was ist dieses Virus? Es stammt aus der Familie der Corona-Viren. Das neuartige Coronavirus, das zunächst vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, bekam dann einen neuen Namen: Sars-CoV-2. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum Sars-Coronavirus hin, das 2002/2003 – von Südchina ausgehend – eine Pandemie ausgelöst hatte, an der weltweit offiziell 774 Menschen starben.
  • Wo kommt es her? Als Quelle der ersten Übertragung von Tier auf Mensch gilt die Millionenstadt Wuhan in China. Dort gibt es einen Markt für Wildtiere. Möglich ist, dass die Viren von Fledermäusen – die mit einer großen Anzahl von Corona-Viren-Stämmen infiziert sind – über einen tierischen Zwischenwirt auf den Menschen übergegangen sind. Forscher haben Sars-CoV-2 mit Viren in Fledermäusen in Verbindung gebracht, die durch maskierte Palmenzibets und Waschbärhunde (Marderhunde), die auf den Straßenmärkten für lebende Tiere in China als Nahrung verkauft werden, auf den Menschen gelangt sein könnten.
Die Epidemie begann wohl in China.
Die Epidemie begann wohl in China. | Bild: STR/AFP
  • Wie tödlich ist das Sars-CoV-2-Virus? Die exakte Rate der Todesfälle bei Covid-19 ist noch nicht klar. Sie scheint bisher aber deutlich höher zu sein, als die Sterblichkeitsrate bei der saisonalen Grippe. Die Gesamt-Sterblichkeitsrate für Covid-19 hat sich während des Ausbruchs um 2 bis 3 Prozent bewegt, wobei man berücksichtigen muss, dass dieser Wert auf der Zahl der offiziell als erkrankt Identifizierten beruht und die Dunkelziffer der Erkrankten nicht mit einbezogen wird. Die durchschnittliche 10-Jahres-Sterblichkeitsrate für die Grippe in den USA liegt bei 0,1 Prozent. Dennoch bedeutet eine niedrigere Sterblichkeitsrate keine niedrige Zahl von Todesopfern. In der jünsten Grippesaison, so wird geschätzt, sollen sich bis zu 45 Millionen Amerikaner infiziert haben. Bis zu 560 000 kamen ins Krankenhaus und 46 000 starben. In der Saison 2017/18 gab es in Deutschland bis zu 25 000 Grippe-Tote.
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  • Wie unterscheiden sich die Krankheitssymptome von einer Grippe? Eine Corona-Infektion äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome (nur selten mit Schnupfen). Dazu gehören trockener Husten, Fieber und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Bei einer Grippe treten folgende Symptome auf: Fieber, Müdigkeit, Husten und im Gegensatz zu Covid-19 Schnupfen, Glieder- und Kopfschmerzen.

Übertragung

  • Wie verbreitet sich Corona? Der Übertragungsweg erfolgt laut Robert-Koch-Institut über eine Tröpfcheninfektion, wie es auch bei Grippe und Erkältung der Fall ist. Das heißt: beim Husten bildet sich eine 50 Zentimeter bis 1 Meter lange Tröpfchen-Wolke, die Viren enthält und die von einem anderen Menschen eingeatmet werden. Die Viren fallen jedoch zu Boden und bleiben nicht in der Luft. Möglich ist auch eine Schmierinfektion – also die Aufnahme von Viren, die auf einer Hand (die zum Grüßen gereicht wird) einer Oberfläche sind – und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen.
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  • Wie lange ist ein Erkrankter infektiös? Nach Untersuchungen an Erkrankten ergab sich, dass sich am vierten Tag nach dem Beginn der Symptome im Rachen Sars-CoV-2-Viren fanden und im Sputum (ausgehusteter Schleim) noch am achten Tag. Daher erstreckt sich eine Quarantäne zur Sicherheit über mindestens zwei Wochen.
  • Kann das Virus auf Haustiere übertragen werden? Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Haustieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Haustieren übertragen werden. Das teilt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtshaft mit. Laut Experten der WHO gibt es keine Hinweise auf Infektionen von Haus- und Nutztieren mit Sars-CoV-2. Allerdings fehlen wissenschaftliche Untersuchungen. Am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wurden daher erste Experimente zur Empfänglichkeit von Nutztierspezies wie Schwein und Huhn begonnen.
Für Hunde ist Corona wie für andere Haustiere auch wohl keine Gefahr.
Für Hunde ist Corona wie für andere Haustiere auch wohl keine Gefahr. | Bild: Christoph Schmidt/dpa
  • Wann ist man gegen Sars-CoV-2 immun? Nach den derzeitigen Forschungserkenntnissen und Erfahrungswerten zum Coronavirus Sars-CoV -2 ist man nach einer Infektion zunächst immun. Das bestätigt Professor Ortwin Adams, der die virologische Diagnostik am Uniklinikum Düsseldorf leitet. „Es wäre höchst ungewöhnlich, wenn man nach so kurzem Abstand nach einer überstandenen Infektion eine neue erleiden könnte. Das würde mich sehr überraschen. Solang der Erreger sich nicht geändert hat, ist nicht zu erwarten, dass keine Immunität mehr besteht.“
  • Wie verhält sich das Virus auf Oberflächen? Das kann man generell nicht sagen, es kommt immer auf die Materialien und Umstände an. Annahmen stützen sich auf Versuche in Laboren. Dort wird die Halbwertzeit (HWZ) ermittelt, das heißt, man klärt die Frage, nach welcher Zeit nur noch die Hälfte der Viren vorhanden ist. Demnach beträgt die HWZ auf Pappe im Schnitt 3,46 Stunden (2,34 bis 5 Stunden), auf Stahl 5,63 Stunden (4,59 bis 6,86 Stunden) und auf Plastik 6,81 Stunden (5,62 bis 8,17 Stunden), bis die Hälfte der Viren verschwunden war. Das genaue Übertragungsrisiko lässt sich aus Laboruntersuchungen nicht ableiten, da die Experimente unter kontrollierten Bedingungen laufen, die nicht reale Bedingungen abbilden, also Wind, Sonneneinstrahlung und Niederschlag außer Acht lassen.
  • Kann das Virus über Einkaufswagen übertragen werden? Die Überlebensfähigkeit des Coronavirus auf Oberflächen hängt laut Ortwin Adams, Leiter der Virologischen Diagnostik an der Uniklinik Düsseldorf, auch von deren Beschaffenheit ab. „Grundsätzlich kann das Virus auf glatten, nicht porösen Oberflächen mindestens einige Stunden überleben“, sagt Adams. „Von daher sind die Griffe der Einkaufswagen tatsächlich für eine Übertragung geeignet.“ Allerdings sei für eine Infektion die Übertragung des Virus von der eigenen Hand, die zuvor den Einkaufswagen berührt hat, in den Mund entscheidend. Eine einfache Benimmregel hilft hier: „Dies kann jeder von uns versuchen zu unterbinden, indem er solche Bewegungen unterlässt und sich häufig die Hände wäscht“, erklärt der Experte.
  • Wie lange bleibt das Virus in der Luft? Das lässt sich seriös nicht beantworten. Eine Studie nennt bis zu drei Stunden, in denen Sars-CoV-2 in der Luft infektiös ist. Die Stabilität von Viren außerhalb ihres Wirts hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche ab. Von einer Hülle umgebene Viren, zu denen Sars-CoV-2 gehört, können im Gegensatz zu unbehüllten Viren besser durch Desinfektionsmittel beseitigt werden: Da ihre Hülle aus Lipiden, also Fetten, besteht, werden die Viren nicht einfach nur weggewischt, sondern die Virushülle wird komplett zerstört.

Symptome

  • Welche Symptome sind bei Sars-CoV-2 häufig und welche selten? Laut RKI traten in China bei 90 Prozent der Erkrankten Fieber auf, fast 70 Prozent hatten Husten. Weniger als 20 Prozent litten unter Kurzatmigkeit, Gelenk- und Halsschmerzen. Durchfall trat nur ganz selten auf. Es gibt also keinen Grund, Toilettenpapier zu horten.
Typisches Symptom von Corona: Fieber.
Typisches Symptom von Corona: Fieber. | Bild: Ronny Hartmann/dpa
  • Kann man Covid-19-krank sein, ohne Symptome zu verspüren? Ja. Zunächst gilt das für die Inkubationszeit, die zwischen zwei und 14 Tagen (im Schnitt fünf bis sechs Tage) liegen kann und in der man infektiös ist, also andere anstecken kann. In der Inkubationszeit spürt der Erkrankte keine Symptome. Dann gibt es Formen einer leichten oder kurzen Covid-19-Erkrankung mit so geringen Symptomen, dass man keinen Verdacht schöpft, am Coronavirus erkrankt zu sein.
  • Wie lange halten die Symptome an? Bei den meisten Infizierten treten nur schwache Symptome wie leichtes Fieber und Husten auf. Sie erkranken nur leicht und erholen sich innerhalb von zwei Wochen vollständig. Allerdings gilt man auch in dieser Zeit als ansteckend, daher auch die Standard-Quarantäne von zwei Wochen.
  • Wie verläuft die Krankheit? Nur bei etwa zwei von zehn Infizierten nimmt Covid-19 keinen leichten, sondern einen schweren Verlauf. Es kommt dann meist zur einer Lungenentzündung, die lebensgefährlich sein kann, wenn der Patient unter Vorerkrankungen leidet. In China wurden 14 Prozent der Erkrankungen als schwer eingestuft, was als Fälle mit erschwerter oder mühsamer Atmung und vermindertem Sauerstoffgehalt im Blut definiert wurde. Keiner der diese Fälle war tödlich. Fast 5 Prozent der Fälle in China verliefen kritisch. Diese Fälle umfassten Atemversagen, septischen Schock und/oder Funktionsstörungen oder Versagen mehrerer Organe. Etwa die Hälfte dieser Patienten starb.

Risikogruppen

  • Wie gefährdet sind Kinder und Babys? In allen bisherigen Studien und Daten machen Kinder nur einen winzigen Bruchteil der Fälle aus und es gibt kaum gemeldete Todesfälle. In fast 45 000 in China untersuchten Fällen waren weniger als ein Prozent Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren. Keiner dieser Fälle war tödlich.
  • Wer gehört zu einer Covid-19-Risikogruppe? Das Risiko, schwer zu erkranken und zu sterben, steigt mit dem Alter und dem Gesundheitszustand. In der chinesischen Gruppe von 45 000 Fällen gab es die höchsten Sterblichkeitsraten bei den über 60-Jährigen. Bei den 60- bis 69-Jährigen lag die Sterblichkeitsrate bei 3,6 Prozent. In der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen lag die Sterblichkeitsrate bei etwa 8 Prozent, und bei den über 80-Jährigen steig die Sterblichkeitsrate bei fast 15 Prozent. In Deutschland starben bisher nur ältere Menschen an Covid-19.
  • Was sind die Vorerkrankungen, die das Risiko stark erhöhen? Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben die folgenden Personengruppen laut Robert-Koch-Institut (RKI) ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe: ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren), Raucher, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung), der Lunge (Asthma, chronische Bronchitis), Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Patienten mit einer Krebserkrankung. Weiter gefährdet sind Patienten mit geschwächtem Immunsystem (etwa aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie Cortison)
  • Wie gefährlich ist Covid-19 für Schwangere? Das ist unklar. Aktuell gibt es laut RKI keine Daten zur Empfänglichkeit für eine Sars-CoV-2-Infektion bei Schwangeren. Aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen während der Schwangerschaft kann eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen durch Sars-CoV-2 nicht ausgeschlossen werden, so das RKI.
  • Sind Männer stärker gefährdet? Ja, etwas. In mehreren Studien haben Forscher bei Männern höhere Fallzahlen festgestellt als bei Frauen. Der Bericht der WHO ergab, dass Männer 51 Prozent der Fälle ausmachten. Eine weitere Studie mit 1099 Patienten hat ergeben, dass 58 Prozent der Fälle auf Männer entfielen. Männer sind generell grippe-anfälliger als Frauen, die grundsätzlich ein besseres Immunsystem besitzen.

Behandlung

  • Gibt es einen Impfstoff gegen Covid-19? Zurzeit noch nicht, aber man arbeitet intensiv daran. Die Tübinger Biotechnologie-Firma Curevac will im Lauf des Frühsommers mit ersten klinischen Tests an Menschen beginnen. Die US-Firma Moderna hat bereits mit diesen Tests begonnen. Doch alles Experten sagen unisono: Bis ein Impfstoff zugelassen ist, vergehen zwischen zwölf und 18 Monaten.
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  • Gibt es Medikamente für die Behandlung von Covid-19? Nein, speziell dafür zugelassene gibt es noch nicht. Es gibt aber hoffnungsvolle Präparate, aber die befinden sich noch in der klinischen Erprobung. Ganz vorn steht das Medikament Remdesivir des US-Pharma-Unternehmens Gilead. Drei Kliniken in Deutschland nehmen an Studien für den Einsatz teil. Wissenschaftler des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen und der Berliner Charité setzten auf den Wirkstoff Camostat Mesilate. Es ist in Japan zur Behandlung der Entzündung der Bauchspeicheldrüse zugelassen und kann verhindern, dass das Coronavirus in Zellen eindringen kann. Weiterhin getestet werden Thalidomid (das im Schlafmittel Contergan enthalten war), Stammzellen und Vorschläge aus der traditionellen chinesischen Medizin.
  • Hilft mir eine normale Grippeschutzimpfung? Bedingt. Eine Grippeimpfung schützt nicht vor Covid-19 – aber vor der saisonalen Grippe, und hilft, die Verbreitung des Grippevirus zu verhindern. Wenn man nach der Impfung an Covid-19 erkranken sollte, kann der Verlauf milder sein, als wenn man nicht geimpft wurde. Weniger Grippe-Patienten bedeuten zudem, dass mehr Ressourcen im Gesundheitswesen eingesetzt werden können, um Covid-19-Fälle zu erkennen, zu behandeln und die Epidemie zu vereiteln.
  • Wann sollte ich mich auf Covid-19 testen lassen? Wenn Sie glauben, dass Sie Covid-19 haben, sollten Sie Ihren Arzt anrufen – machen Sie keinen unangekündigten Arztbesuch. Der Arzt kann mithilfe der Gesundheitsbehörde feststellen, ob Sie sich testen lassen sollten. Zu den offensichtlichen Gründen, sich testen zu lassen, gehören das Vorhandensein von Covid – wie Krankheitssymptome, Kontakt mit einer bekanntermaßen infizierten Person, Aufenthalt an einem Ort, an dem die Übertragung stattfindet, oder wenn Sie kürzlich an einen Ort gereist sind, an dem eine Übertragung stattgefunden haben kann. Experten bitten, bei nur leichten Erkältungs- oder Grippe-Symptomen nicht auf einem Test zu beharren, um die Gesundheitsbehörden nicht zu überlasten.
Ein Corona-Test in Nürtingen.
Ein Corona-Test in Nürtingen. | Bild: Marijan Murat/dpa
  • Wann werde ich überhaupt getestet? Darauf ist keine generelle Antwort möglich, die Lage vor Ort und der Umgang der Arztpraxen mit dieser Frage ist uneinheitlich und ändert sich ständig, da nicht unbegrenzt Kapazitäten für Tests zur Verfügung stehen. Das „Deutsche Ärzteblatt“ empfiehlt Menschen, die herausfinden wollen, ob sie einen Test benötigen eine App. Unter https://covapp.charite.de/ können Nutzer schnell herausfinden, ob sie einen Arzt aufsuchen oder zuhause bleiben sollten. Das Programm bersetzt im Zweifelsfall aber nicht den Arztbesuch. Gefragt wird nach Symptomen, Reisen und möglichen Kontakten, aber auch nach Vorerkrankungen. Die Antworten des Fragebogens werden nur auf dem eigenen Gerät gespeichert und als anonymer QR-Code ausgegeben. Alternativ können die Antworten ausgedruckt werden um sie zu einer Untersuchung mitbringen zu können.
  • Wie schütze ich mich vor einer Infektion? Zunächst gilt: Hygieneregeln beachten. Waschen Sie sich häu­fig und gründ­lich die Hän­de. Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie Ihre Hän­de min­des­tens 20 Sekun­den lang mit war­mem Was­ser und Sei­fe waschen. Sie soll­ten sich vor allem vor dem Essen, nach der Benut­zung der Toi­let­te, nach dem Nie­sen, Hus­ten oder Nase put­zen die Hän­de waschen. Wenn Sie nicht an ein Wasch­be­cken gelan­gen kön­nen, ver­wen­den Sie ein Hand­des­in­fek­ti­ons­mit­tel, das min­des­tens 60 Pro­zent Alko­hol ent­hält. Ver­mei­den Sie es, Ihr Gesicht zu berüh­ren, ins­be­son­de­re Ihre Augen, Nase und Mund. Wenn Sie hus­ten oder nie­sen, hal­ten Sie Ihre Arm­beu­ge oder einem Papier­ta­schen­tuch vor Ihr Gesicht. Wenn Sie ein Taschen­tuch ver­wen­den, wer­fen Sie es sofort in einen Mülleimer mit Deckel und waschen Sie sich die Hän­de. Ver­mei­den Sie Kon­takt mit kran­ken Men­schen und auch mit Gruppen von Menschen. Wenn Sie glau­ben, dass jemand eine Atem­wegs­in­fek­ti­on hat, ist es am sichers­ten, zwei Meter Abstand zu hal­ten. Des­in­fi­zie­ren Sie häu­fig berühr­te Ober­flä­chen und Gegen­stän­de in Ihrem Haus, wie Tür­grif­fe und Arbeits­plat­ten.
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Verhalten

  • Warum muss ich jetzt daheim bleiben? Neben Hygiene ist soziale Separierung und Distanz die schärfste Waffe im Kampf gegen eine Epidemie. Denn das Virus kann sich nicht mehr verbreiten, weil es keine Wirte mehr findet, die es infizieren kann. So läuft sich auf einen längeren Zeitraum gesehen die Welle der Epidemie einfach tot.
  • Warum werden so schnell so viele Menschen infiziert? Die Kurve der Infektionen verläuft nicht linear. So wäre es nur, wenn ein Kranker immer nur eine einzige weitere Person anstecken würde. Bei einer Epidemie steckt ein Infizierter aber mindestens drei Menschen an. Dadurch entsteht ein Schneeballeffekt, und die Kurve der Infektionen wird immer steiler. Für die mathematische Abbildung der Ausbreitung ist die Verdoppelungszeit entscheidend. Das ist die Zeitspanne, innerhalb der sich die Zahl der Erkrankten jeweils verdoppelt. Beispiel: Nur zehn Verdoppelungszyklen sind nötig, um aus 1000 Fällen eine Million entstehen zu lassen. Bei einer Verdoppelungszeit von drei Tagen ist das schon nach einem Monat erreicht. In Deutschland liegt die Verdoppelungszeit derzeit (19. März) bei 2,9 Tagen.
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  • Was darf ich in einer Quarantäne tun? Man darf daheim allen Beschäftigungen nachgehen, nur darf man Wohnung oder Haus und Garten nicht verlassen. Vermutlich haben Sie plötzlich ungewöhnlich viel Zeit, da Sie nicht zur Arbeit gehen können oder gewohnten Freizeitbeschäftigungen nachgehen“, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Risikobewertung in einer Broschür. „Schaffen Sie sich eine Tagesstruktur und setzen Sie sich Ziele. Die Ziele sollten unter den gegebenen Umständen realistisch sein. Überlegen Sie, wie Sie die Zeit füllen können.“ Konkret wird geraten, soziale Kontakte auch in der Quarantäne weiter zu pflegen, zum Beispiel übers Telefon oder soziale Medien. Außerdem empfiehlt das Bundesamt Betroffenen zu schreiben, zu lesen oder durch Spiele mental aktiv zu bleiben. Auch die körperliche Aktivität soll nach Auffassung der Experten nicht eingestellt werden: „Auch auf begrenztem Raum kann Sport betrieben werden“, heißt es.
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  • Dürfen Personen in Quarantäne noch auf den Balkon/Terrasse, spazieren gehen, in den Garten oder beim Lieferdienst Essen bestellen? Frische Luft ist immer gut. Deshalb kann man auf den Balkon/Terrasse oder in den Garten, sofern sich dort keine nicht-infizierten Menschen aufhalten. Natürlich können sich Personen via Internet oder Telefon Essen bei einem Lieferdienst bestellen. Sie müssen aber den direkten Kontakt vermeiden, was bedeutet, Kunde und Lieferdienst vereinbaren, wo das bestellte Essen abgelegt wird und von wem der Lieferdienst sein Geld bekommt.
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  • Bekomme ich weiter mein Gehalt, wenn ich in Quarantäne bin? Ja. Wird für einen Mitarbeiter Quarantäne angeordnet, zahlt sein Arbeitgeber das Gehalt zunächst weiter. Und zwar unabhängig davon, ob die Quarantäne in der eigenen Wohnung oder an einem anderen Ort angeordnet wird. Nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz kann sich der Arbeitgeber die Kosten bei der zuständigen Behörde (etwa dem Gesundheitsamt) des jeweiligen Bundeslandes erstatten lassen.
  • Werde ich bestraft, wenn ich trotz Quarantäne rausgehe? Was bei einer Missachtung der Quarantäne passiert, ist geregelt. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Die kann bei bis zu 25 000 Euro liegen. Welche Folgen ein Verstoß gegen eine Ausgangssperre hätte, ist noch offen. Auch ist noch nicht geregelt, unter welchen Umständen es erlaubt wäre, die eigenen vier Wände zu verlassen. Der Umgang mit der Ausgangssperre in anderen Ländern wie Frankreich oder Spanien kann jedoch als Vorlage für Deutschland gesehen werden. Dort ist es nur erlaubt, das Haus zu verlassen, um arbeiten zu gehen – sofern kein Homeoffice möglich ist – oder für Arztbesuche, sowie um Lebensmittel einzukaufen. Eine Ausnahme ist zu dem der Spaziergang mit dem Hund, dieser ist aber nur in der Nähe des Wohnhauses erlaubt. Reiter dürfen zudem ihre Pferde versorgen. Zudem muss schriftlich nachgewiesen, wohin man möchte und warum, ähnlich wie es derzeit wieder an den Grenzen zu Österreich praktiziert wird.
  • Darf ich mich als Nicht-Infizierter mit Freunden und Bekannten treffen? Soziale Kontakten sollten schon jetzt unterbleiben. Niemand kann – ohne dass er getestet ist – sagen, dass er nicht erkrankt ist. Denn in der Inkubationszeit spürt man keine Symptome. Man könnte das Virus also ohne es zu bemerken weiter verbreiten, wie es in Deutschland schon vielfach passiert ist.
  • Was mache ich mit Zahnarztterminen, Physiotherapie oder Friseur? Diese Termine sollten aufgeschoben werden, wenn kein akuter Schmerz vorliegt, der einen Gang zum Arzt rechtfertigt. Richtwert für die Dauer kann die Entscheidung sein, die Schule – zunächst – erst nach den Osterferien wieder zu eröffnen. Mindestens so lange sollte man mit Terminen warten, die leicht aufschiebbar sind.
  • Welche Corona-Gerüchte stimmen, welche nicht? Viele der im Internet ohne konkrete Quellenangabe kursierenden Nachrichten sind falsch. Einen aktuellen Überblick finden Sie hier:
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