Alle reden über den Cyberspace, die Cyberkriminalität, Cybermobbing oder die Abwehr von Cyberangriffen. Aber woher kommt der Begriff "Cyber" eigentlich? 

Das Wort und seine Herkunft: Der Begriff "Cyber" stammt ürsprünglich aus dem Griechischen und bedeutet schlicht: Steuerung. Es wurde verwendet, wenn man über die Navigation eines Schiffs sprach.

Wissenschaft und Forschung: Abgewandelt wurde der Begriff es zum ersten Mal in einem Buch des Mathematikers Norbert Wiener aus dem Jahr 1948 über "Cybernetics" verwendet. Der deutschsprachige Titel: "Kybernetik – Regelung und Nachrichtenübertragung in Lebewesen und Maschinen".

Technik und Informatik: Cyber war überdies der Markenname eines Großcomputers, der in den 70er-Jahren als leistungsstärkster Rechner der Welt galt. Der Computer stammte von der Control Data Corporation (CDC), einem bis 1992 existierender US-amerikanischer Hersteller von Computern.

Literatur und Film: In den 80er-Jahren entstand dann der sogenannte "Cyberpunk". Die ist eine düstere Form der Zukunftsliteratur. Es werden einsame und graue Welten inszeniert, in denen grausame Konzerne den Ton angeben.

Die Transformation: Der Begriff "Cyberspace" wird zum ersten Mal von dem Science-Fiction-Autor William Gibson in der Kurzgeschichte "Burning Chrome" (1982) verwendet. Gibson beschreibt den Cyberspace als Halluzination eines von Computern erzeugten Raums – ähnlich wie im Film Matrix. So wurde Cyber nach und nach mit einer Datenwelten assoziiert – von dort aus war es zu Cyberkrieg und Cybermobbing nicht mehr weit.