Die Entscheidung, im Garten einen Zierrasen anzulegen, kann unterschiedliche Hintergründe haben, zum Beispiel zur Nutzung als Spielfläche für Kinder. Für Liebhaber kann ein gepflegter Rasen aber auch wie eine Visitenkarte sein. Wer sich für den Zierrasen entschieden hat, der wünscht sich einen gut aussehenden, kräftig grünen Rasen, der allen Belastungen standhält und doch möglichst wenig Pflege benötigt. Dazu gibt es einige Punkte zu beachten.

Der Boden selbst ist die entscheidende Grundlage für die spätere Entwicklung, wichtiger als nachfolgende Pflegemaßnahmen. Es sollte im Idealfall ein sandiger Lehmboden sein, der ausreichend wasserdurchlässig ist und keine Verdichtungen aufweist, die zu Staunässe führen. Daher ist es empfehlenswert, die zukünftige Rasenfläche mit einigen Probegrabungen zu untersuchen. Bei Verdichtungen muss der Boden aufgelockert und bei sehr feuchten Verhältnissen eventuell sogar eine Drainage verlegt werden.

Bei schlechter Bodenqualität ist eine Verbesserung mit Sand und gutem Oberboden oder reifem Kompost notwendig. Beide Stoffe müssen zehn bis 20 Zentimeter tief eingearbeitet werden. Vor der Einsaat und auch bei der Nachsaat hilft eine Beratung vom Fachmann, denn für verschiedene Nutzungsansprüche und Standortverhältnisse gibt es passende Mischungen von Rasensaatgut. Marken-Saatgut ist zunächst etwas teurer, auf Dauer gesehen und mit Blick auf die spätere Pflege aber lohnenswert. Damit sind wir beim Thema Pflege und der „Frühjahrskur“.

Die wichtigsten Faktoren für einen schönen dichten Rasen sind Wasser, Licht und Luft. Die entsprechenden Pflegemaßnahmen sind Mähen, Düngen, Gießen und Belüften. Im Frühjahr ist die richtige Zeit zum Vertikutieren, wenn der Filz im Rasen entsprechend stark geworden ist. Dafür gibt es motorgetriebene Vertikutiergeräte, kleinere Flächen können auch von Hand mit einem Rechen bearbeitet werden. Nach dem Vertikutieren sollte gut bewässert und das erste Mal gedüngt werden. Die Versorgung mit Nährstoffen ist eine wichtige Voraussetzung für einen attraktiven Rasen. Ihre Zusammensetzung lässt sich am besten aufgrund einer Bodenprobe bestimmen, die vom Fachmann untersucht wird.

Rasen benötigt spezielle und am besten organische Rasendünger, die im Frühjahr und Sommer stickstoffbetont sind und im Herbst einen höheren Kaliumanteil haben. Die Düngung sollte daher in drei bis vier Gaben über die Vegetationsperiode hinweg erfolgen. Wenn sich für die Düngung nicht gerade eine Regenperiode anbietet, ist es empfehlenswert, den Dünger mit ausreichend Wasser (acht bis zehn Liter pro Quadratmeter) einzuwässern. So werden die Nährstoffe aufgelöst und stehen den Rasengräsern bald zur Verfügung. Eine Gefahr von Verbrennungen durch Dünger in trockenen warmen Perioden wird dadurch ebenfalls vermieden. Diese Wassermenge ist auch für die weitere Bewässerung richtig.

Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens, da die Gräser sich dadurch ständig verzweigen sowie neue Blätter und Ausläufer bilden. Die richtige Höhe dafür ist zwischen vier (nicht tiefer) und sechs Zentimetern. Das ist sehr wichtig und kann auch gerne nachgemessen werden, da bei zu tiefem Mähen die Rasengräser zu sehr strapaziert werden. Dadurch kann die Bildung von Moos und Wildkräutern gefördert werden.

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