• Brandschutzstreifen: Durch Umpflügen können im Wald mehrere Meter breite, möglichst vegetationsfreie Brandschutzstreifen angelegt werden. Kommt ein Brand an einem solchen Schutzstreifen an, kommt er im Idealfall zum Erliegen oder verlangsamt sich deutlich, weil dem Feuer zur Ausbreitung brennbares Material fehlt.
  • Unterholz entfernen: Weniger aufwendig als Brandschutzstreifen anzulegen ist es, einen etwa 50 Meter breiter Streifen vom Unterholz zu befreien. Schreddert man dieses Material, kann es auf dem Waldboden liegen bleiben, weil es in dieser kompakten Form schlecht oder nur ganz langsam brennt und die enthaltenen Nährstoffe so im Wald bleiben. In den durch Brände weniger gefährdeten Laubwäldern der Mittelgebirge genügt es, aus einem rund fünf Meter breiten Streifen das leicht brennbare Material zu entfernen, auf Brandschutzstreifen kann dort verzichtet werden.
  • Ausrüstung der Feuerwehr: Kommt es in der Umgebung solcher oft zu Radwegen ausgebauten Schutzstreifen zu einem Brand, bekommt die Feuerwehr ihn leicht unter Kontrolle. Zumindest wenn sie richtig ausgerüstet ist. Ein Sechs-Personen-Trupp geht mit zwei Rucksackspritzen zu Fuß gegen das Bodenfeuer vor. Der Wasservorrat von 20 Litern reicht für einige Minuten löschen, während leichte Helme und Feuerwehrhemden gut vor den Flammen schützen. Zwei weitere Personen schlagen mit Patschen die Flammen aus, während die beiden restlichen Einsatzkräfte ein Gerät mitführen, das die Eigenschaften einer Axt und eines Rechens kombiniert: Mit dem Rechen entfernen sie die Streu in einem provisorischen Schutzstreifen vor dem Feuer, mit der Axt werden Äste bearbeitet.
  • Spezielle Kenntnisse: „Im Gelände müssen die Feuerwehrleute immer die Windverhältnisse und die Landschaft im Auge behalten“, erklärt Johann Georg Goldammer. So kann der Wind das Feuer in eine andere Richtung treiben. Das ist einigen Feuerwehrleuten zum tödlichen Verhängnis geworden. Auch die Geländeform spielt eine wichtige Rolle. So heizt das Feuer an einem Hang die weiter oben liegenden Bereiche vor, die sich umso schneller entzünden. „Steigt der Hang nur um zehn Grad, breitet sich das Feuer hangaufwärts doppelt so schnell wie in der Ebene aus“, so Goldammer.