10. Hanta-Virus

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In Deutschland sind jährlich bis zu 1700 Fälle bekannt, für zahlreiche andere Länder gibt es keine Zahlen. Das von infizierten Nagetieren wie der Rötelmaus verbreitete Virus hat in 50 Prozent der Fälle in Südamerika den Tod zur Folge.

9. Ebola

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Bei 50 Prozent der rund 20.000 betroffenen Menschen pro Jahr endet das Virus tödlich. In Umlauf gerät Ebola durch Wildtiere. Zwischen 2013 und 2016 infizierten sich während der bisher größten Epidemie in Westafrika mehr als 28.000 Menschen. 11.316 davon kamen ums Leben. Seit 2019 besteht die Möglichkeit einer Impfung.

8. Gelbfieber

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Überträger der Krankheit sind Mücken. Gelbfieber ist deutlich gefährlicher als die ähnlichen Erreger Dengue und Zika. Einerseits werden zwar lediglich 85 von 100 Infizierten leicht krank, andererseits bekommen die restlichen 15 Prozent Gelbsucht, woran etwa die Hälfte von ihnen stirbt. 200.000 Infizierte pro Jahr stehen zu Buche, 30.000 davon mit tödlichem Verlauf.

7. Masern

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Jährlich infizieren sich 365.000 Menschen, die Zahl der Toten liegt bei 140.000. In den 1980er-Jahren gab es sogar rund 2,5 Millionen Maserntote. In erster Linie sind Kinder von der Krankheit mit dem typischen Hautausschlag betroffen. Die extrem hohe Ansteckungsrate ist die Ursache. In Industrieländern liegt die Sterblichkeit bei unter einem Prozent, während Gebiete mit schlechter medizinischer Versorgung mit zehn bis 30 Prozent stärker gefährdet sind.

6. Zika

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Das von Moskitos übertragene Virus wurde lange Zeit als weitgehend harmlos eingestuft. 2015 aber flammte in Brasilien eine Epidemie auf, bei der immer mehr Kinder mit einer schweren Fehlbildung des Gehirns zur Welt kamen. 56.000 Erkrankte wurden 2015 gemeldet, im Folgejahr 274.000. Im Gegensatz zu anderen Erregern, die durch Moskitos übertragen werden, kann Zika zum Beispiel durch Sex von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.

5. Grippe (Influenza)

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Eine der tödlichsten und damit gefährlichsten Virusinfektionen überhaupt ist die Influenza. Betroffen sind jährlich zehn bis 20 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. An einer typischen Grippe sterben davon durchschnittlich bis zu 500.000 Menschen. Ist eine aggressivere Variante im Umlauf, kann die Zahl deutlich höher ausfallen – so geschehen zwischen 1918 und 1920 bei der Spanischen Grippe. Sie infizierte etwa 30 bis 50 Prozent der Weltbevölkerung und tötete mindestens 25 Millionen Menschen.

4. Tollwut (Rabiesvirus)

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Pro Jahr sind circa 15 Millionen Menschen betroffen, von denen 59.000 sterben. Verbreitet wird das Virus durch den Biss oder Kratzer eines kranken Tiers. Es befällt das zentrale Nervensystem. Eine Impfung, die auch direkt nach einem Biss wirkt, kann Abhilfe leisten.

3. Denguefieber

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Von 390 Millionen Infizierten sterben jährlich 500.000. Durch Stechmücken werden die Viren auf den Menschen übertragen. Denguefieber kommt vor allem in den Tropen und Subtropen, vereinzelt auch in Europa vor. Für Menschen, die in den betroffenen Gebieten leben, gibt es einen Impfstoff. Ansonsten hilft ein guter Mückenschutz.

2. Rota-Virus

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Durchfall ist in Drittweltländern eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern. Die meisten Durchfälle weltweit werden von Rotaviren verursacht. Pro Jahr infizieren sich 500 Millionen Menschen – vor allem Säuglinge und Kinder sind betroffen. Davon sterben eine halbe Million an den Folgen. Vorbeugen kann man mit einer Schluckimpfung im Säuglingsalter.

1. Sexuell übertragbare Krankheiten

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Rund 38 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV. Jährlich gibt es 1,7 Millionen Neuansteckungen. 2018 fielen 770.000 Menschen ihrer Infektion zum Opfer. Übertragen wird das Virus hauptsächlich durch ungeschützten Sex. An Hepatitis B sind zwei Milliarden Menschen chronisch infiziert, 880.000 sterben jährlich daran. Hepatitis ist eine hoch ansteckende Leberentzündung, die durch Viren verursacht werden kann. Je nach Infektion entstehen eine Hepatitis A oder B, gegen die es Schutzimpfungen gibt, oder eine Hepatitis C, D oder E.

Quellen: Robert-Koch-Institut, Spektrum, Infektionsschutz.de, Weltgesundheitsorganisation.

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