E-Scooter

Bild: Roland Weihrauch

Vor allem E-Scooter – elektrische Roller – gelten inzwischen als Kleinstfahrzeug der Zukunft. Dabei ist ihre Form, wenn auch mit anderem Antrieb, ziemlich alt. Schon die bristische Lady Florence Norman, eine geborene McLaren, glitt auf einem Motorroller im Kriegsjahr 1916 durch London zur Arbeit. Heute sind die Roller natürlich kleiner und kompakter. Voraussetzung ist eine behördliche Zulassung. Dafür braucht es weder einen Führerschein noch einen Sturzhelm, obwohl der ratsam ist. Geplant sind in vielen deutschen Städten Ausleihstationen, um die Wege zwischen Bus, Bahn und U-Bahn zu erleichtern, sie müssen über Vorder-, Rück- und Bremslicht verfügen und gegen Unfälle versichert sein. Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Der Markt an Elektrorollern ist inzwischen dicht bestückt.

Geschwindigkeit: bis zu 20 km/h
Reichweite: bis zu 30 Kilometer
Akkuladezeit: 6-8 Stunden
Preis: Ab 50 € aufwärts bis 2000 €

Segways

Bild: Roland Weihrauch

Segways sind Einpersonen-Transportmittel, die mit dem Lenker gesteuert werden, beschleunigt und gebremst wird über eine Gewichtsverlagerung. Dabei drehen sich zwei Räder an einer Achse. Eine elektronische Antriebsregelung hält das Vehikel in seiner Balance. Diese Fahrzeuge sieht man öfter in Städten, etwa bei Stadtführungen, auf denen größere Strecken zurückgelegt werden. Erfunden wurde das Segway vom US-Amerikaner Dean Kamen. Er entwickelte das Prinzip der sogenannten dynamischen Stabilisierung eigentlich für den Elektro-Rollstuhl, der auch Treppen überwinden kann. Erstmals präsentiert wurde das Gefährt 2001 in der Fernsehsendung „Good Morning America“. Nach der neuen Gesetzeslage benötigt der Fahrer weder eine Mofa-Prüfbescheinigung noch einen Führerschein. Das Mindestalter für das Fahren mit einem Segway liegt seit Juni 2019 bei 14 Jahren. Der Abschluss einer Versicherung ist Pflicht.

Geschwindigkeit: bis zu 20 km/h
Gewicht: gut 50 Kilogramm
Reichweite: bis zu 38 Kilometer
Akkuladezeit: 8-10 Stunden
Preis: Neupreis für ein Segway einschließlich Straßenzulassung liegt derzeit bei 8500 €

Hoverboard

Bild: zinkevych / stock.adobe.com

Hoverboard, bislang nicht im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, ist bekannter, als man denkt. Erst kürzlich entzückte Frankreichs Präsident Emanuel Macron seine Gäste zum Nationalfeiertag mit einem fliegenden Soldaten auf einem Flyboard. Statt auf Rädern zu fahren, ging das Teil in die Luft. Die rollende Version, das Hoverboard, ist keineswegs überall erlaubt. Hoverbords finden sich in Deutschland, wenn auch verbotener Weise, auf Radwegen. Ihren Ursprung hat das Hoverboard in China, wo es seit 2015 seinen Siegeszug in die USA antrat. Das E-Board ist ein selbstbalancierendes Einpersonenfahrzeug, wie es fachsprachlich heißt. Amerikanische Stars, die sich auf diesen Gefährten präsentierten, machten das Gerät bekannt. In Europa ist die Zulassung bislang eingeschränkt. Wie in Deutschland so ist das E-Board beispielsweise auch in England nur auf Privatstraßen erlaubt.

Geschwindigkeit: 10-15 km/h
Gewicht: 10 bis 13 Kilogramm
Reichweite: bis zu 20 Kilometer
Akkuladezeit: bis zu 3 Stunden
Preis: 199 € bis 1400 € und mehr

E-Skateboard

Bild: hellvideo / stock.adobe.com

Das E-Skateboard gehört ebenfalls zu den nur auf Privatstraßen erlaubten Vehikeln. Boards mit einer Geschwindigkeit bis zu 20 Stundenkilometer können auf geteerten Privatwegen verkehren, ebenso wie in freiem Gelände. Auf einen Verkehrsversuch hatten die Freunde dieses Fortbewegungsmittels vergeblich gehofft. Der Bundesrat hat hierfür den Weg allerdings nicht frei gemacht.

Geschwindigkeit: bis zu 20 km/h
Gewicht: Von unter 4 Kilogramm aufwärts
Reichweite: bis zu 30 Kilometer
Akkuladezeit: 3 bis 6 Stunden
Preis: 199 € bis 1000 € und mehr

E-Bike

Bild: Alexander Rochau

Erhöhtes Todesrisiko bei E-Bike

Allein im vergangenen Jahr wurden knapp eine Million E-Bikes/Pedelecs verkauft – drei Jahre zuvor waren es noch die Hälfte. Pedelecs und E-Bikes unterscheiden sich: Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bis 25 Kilometer pro Stunde gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig.
E-Bikes fahren per Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. 5 Prozent der Radler fahren mittlerweile Pedelec, so eine Studie des Bundesverkehrsministeriums. Die Vorteile: Mit weniger Aufwand Steigungen und Berge hinter sich lassen, große Distanzen überwinden, um auch an entfernteren Orten ans Ziel zu kommen. Die Angaben über die Reichweite eines Akkus variieren, auch weil sie davon abhängt, wie stark der Motor genutzt wird. Wenn einmal der Saft ausgeht, lässt sich das E-Bike auch herkömmlich bewegen – indem der Radler in die Pedalen tritt. E-Bikes sind führerscheinpflichtig (AM/Klasse B), ab 16 erlaubt und müssen versichert sein (im Durchschnitt 35 bis 70 €)

Geschwindigkeit: bis zu 25 km/h
Gewicht: Unter 4 Kilogramm aufwärts
Reichweite: Je nach Steigung bis zu 200 km
Akkuladezeit: 1,5 bis 5 Stunden
Preis: unter 1000 € bis 2000 € und mehr
Ladekosten: zwischen 9 und 18 Cent je nach Kapazität der Batterie