• Überlastete Gehirne reizen: Computer, Smartphone und Facebook: Sie alle sorgen dafür, dass der Mensch ständig abgelenkt ist vom Wesentlichen. Der japanische Neurologe Ryuta Kawashima hat es sich in seinem Spiel mit dem umständlichen Titel "Dr. Kawashimas Diabolisches Gehirn-Jogging" zur Aufgabe gemacht, die überlasteten und zerstreuten Hirne der Menschen mit kniffligen Aufgaben zu reizen und zur Konzentration zu zwingen.
  • Tägliches Training: In Japan ist das Spiel bereits seit fünf Jahren auf dem Markt, erst jetzt erscheint es hierzulande. Wie in den enorm erfolgreichen Vorgängerspielen begrüßt Kawashima den Spieler und lässt ihn sogleich tägliche Aufgaben erledigen, wobei der Fortschritt beim Denken, Kombinieren, vor allem jedoch bei der Merkfähigkeit registriert wird.
  • Rätseln als Schwerstarbeit: Zu Beginn darf man Rechenaufgaben lösen. Nach Aufwärmübungen schreibt der Nutzer Ergebnisse auf, die sich aus zwei oder drei zurückliegenden Gleichungen ergibt. Er muss sich also unablässig drei oder vier Ergebnisse einprägen und die ältesten Ergebnisse aufs Display schreiben, wobei er leicht den roten Faden verlieren kann. Der Doktor ist immerhin gnädig und mindert die Schwierigkeitsstufe, wenn der Nutzer gar zu viele Fehler macht. Hat man ein passables Ergebnis erreicht, wirkt das motivierend, denn dann gibt’s Stempel, einen Level-Aufstieg und Lob vom Meister. Neben den Rechenaufgaben merkt man sich Symbole, was noch schwieriger ist und selbst nach sieben Tagen enorme Hirnkraft verlangt. Leichter fallen Leseübungen und Knobelspiele, Karten-Patiencen, Musikspiele und Logikrätsel. Als große Neuerung spricht der schwebende Kawashima-Kopf in gutem und verständlichem Deutsch.
  • Kampfgeist durch Kräftemessen: Das Spiel weckt den Kampfgeist: Es freut einem, wenn man sein vollgestempeltes Fleißkärtchen betrachtet und einen hohen Rang erreicht. Anspornend wirken auch die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Familienmitgliedern: Bis zu vier Menschen können auf dem gleichen Modul Spielstände anlegen. So kann der Sohn sehen, in welchen Übungen er seiner Mutter überlegen ist.
  • Fazit: Das Prinzip bleibt gleich, doch die Aufgaben wirken deutlich schwerer als in früheren Teilen. Als tägliche Hirnmarter taugen die Übungen hervorragend, um sein vom Medienquark verklebtes Denkvermögen aufzumöbeln.
  • Weitere Informationen: Das Spiel für Nintendo 2DS/3DS ist für 30 Euro erhältlich. Eine Demoversion kann kostenlos heruntergeladen werden. Keine Altersfreigabe.