10. Gelbbauchunke

10. Gelbbauchunke
10. Gelbbauchunke | Bild: DPA

Nicht nur Schlangen und Spinnen können giftig sein, sondern auch Frösche wie die Gelbbauchunke. Diese Amphibie warnt bereits mit ihrer gelben Farbe auf dem Bauch vor dem Gift, mit dem sie ausgestattet ist. Bei Menschen kann das Gift die Augen reizen.

9. Spitzmaus

9. Spitzmaus
9. Spitzmaus | Bild: dpa

Klein, niedlich, aber auch giftig – das ist die Beschreibung der grauen Spitzmaus. Trotz ihres unscheinbaren Aussehens können die kleinen Nager unangenehm sein. Für Menschen ist das Gift, das sie für ihre Beute benutzt, im Grunde harmlos, kann aber ziemlich schmerzhaft sein.

8. Wasserspinne

8. Wasserspinne
8. Wasserspinne | Bild: Norbert Schuller Baupi – wikimedia commons

Ihr Biss kann für Menschen ziemlich unangenehm sein: die Wasserspinne. Ihre Besonderheit: Sie lebt im Wasser und nicht an Land. Anders als bei den allermeisten heimischen Spinnen durchdringt ihr Biss die Hautschichten des Menschen. Ein Biss ist sehr schmerzhaft und ähnelt einem Wespenstich.

7. Gelbe Haarqualle

7. Gelbe Haarqualle
7. Gelbe Haarqualle | Bild: dpa

Sie sind der Albtraum vieler Schwimmer – Quallen. Auch an der Nord- und Ostsee kommen die Tiere vor. Doch anders als bei den lebensgefährlichen Seewespen (lebt im Pazifik) ist die heimische Gelbe Haarqualle bei Berührung vor allem schmerzhaft. Die Verletzung wird medizinisch wie eine Verbrennung behandelt.  Allergiker können jedoch auch mit Fieber, Atembeschwerden oder Erbrechen auf das Nesselgift reagieren.

6. Eichenprozessionsspinner

6. Eichenprozessionsspinner
6. Eichenprozessionsspinner | Bild: dpa

Auch Raupen wie der Eichenprozessionsspinner können giftig sein. Dessen Brennhaare haben Widerhaken und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Dieses kann zu Hautausschlag, Atemnot und selten auch zu schweren allergischen Reaktionen führen. Besonders gruselig: Die Raupen befallen oft in großer Anzahl Bäume und geben so ein schauriges Bild ab.

Eichenprozessionsspinner-Befall an einem Baum.
Eichenprozessionsspinner-Befall an einem Baum. | Bild: dpa

5. Aspisviper

5. Aspisviper
5. Aspisviper | Bild: Felix Reimann – wikimedia commons

Die Aspisviper ist eine heimische Giftschlange. Ein Biss des Reptils ist leicht behandelbar und verläuft meist glimpflich. Ganz ungefährlich ist die Schlange jedoch nicht: 2013 starb ein Mann nach mehreren Bissen einer Aspisviper in Südfrankreich trotz sofortiger medizinischer Hilfe.

4. Schwarzblauer Ölkäfer

4. Schwarzblauer Ölkäfer
4. Schwarzblauer Ölkäfer | Bild: dpa

Ebenfalls auf die Liste der giftigsten Tiere in Deutschland schafft es der Schwarzblaue Ölkäfer, Insekt des Jahres 2020. Dieser Käfer sollte besser nicht angefasst und erst recht nicht verschluckt werden. Denn zur Abwehr bilden die Käfer ein öliges Sekret, das Gift Cantharidin, das zu Entzündungen, Blasen auf der Haut, Absterben der Haut oder sogar schweren Nierenschädigungen führen kann. Das Reizgift im Körper der Käfer wurde in der Vergangenheit gegen eine Fülle von Krankheiten verwendet. Bereits 1550 vor Christus wird in einem altägyptischen Papyrus das wahrscheinlich älteste Ölkäferpflaster beschrieben, welches wehenerzeugend wirken sollte. Der Käfer steht heute auf der Roten Liste und ist nicht mehr häufig anzutreffen.

3. Kreuzotter

3. Kreuzotter
3. Kreuzotter | Bild: Metalmike – wikimedia commons

Sie ist Deutschlands giftigste Schlange – die Kreuzotter. Ihr Gift kann zu Schmerzen, Schwellungen, Hemmung der Blutgerinnung oder sogar Atemnot, Herzrasen und Lähmungserscheinungen führen. Doch nicht alle Bisse führen zu Symptomen, bei etwa der Hälfte gibt es nur leichte Vergiftungen. Der Grund: Die Schlange setzt das aufwendig herzustellende Gift meist sehr zurückhaltend ein.

2. Ammen-Dornfinger

2. Ammen-Dornfinger
2. Ammen-Dornfinger | Bild: dpa

Auf Platz zwei der giftigsten Tiere Deutschlands krabbelt der Ammen-Dornfinger. Mit ihren Giftklauen kann die Spinne die menschliche Haut durchdringen. Ihr Gift führt zu Schwellungen und Schmerzen, im schlimmsten Fall zu Kreislaufversagen und Schüttelfrost. Todesfälle sind bisher nicht bekannt.

1. Petermännchen

1. Petermännchen
1. Petermännchen | Bild: aquapix – stock.adobe.com

Was harmlos klingt, ist nicht ohne. Das Petermännchen zählt zu den giftigsten Fischen Europas. Der an der Nord- und Ostsee vorkommende Fisch vergräbt sich im Sand und überträgt sein Gift per Stachel an ahnungslose Strandbesucher. Das führt zu starken Schmerzen und lang anhaltenden Schwellungen. Bei allergischen Reaktionen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Im knöchelhohen Wasser an Nordsee und Ostsee werden jährlich 30 bis 40 Menschen vom Petermännchen gestochen. Nach einem Stich muss der Stachel sofort entfernt werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme wird die Einstichstelle auf mehr als 50 Grad erhitzt, etwa mit einem Fön oder einem elektrischen Anti-Mücken-Stick. Dadurch werden die Giftmoleküle zerstört. 

Quelle: Spektrum.