Das Thema kommt so harmlos daher: Ob Kinder nun eine Rolle rückwärts hinkriegen oder auf einem Bein hüpfen können, wen juckt das schon? Doch es geht eben nicht nur um motorische Kunststückchen, sondern um elementare Fähigkeiten: Wer sich als Kind schon mit Bewegung schwertut, dessen Rückenprobleme sind vorprogrammiert. Eltern kann das nicht egal sein.

Nur mit Smartphone-Verboten lässt sich das Problem allerdings nicht lösen. Nötig wäre auch, dass sich Mamas und Papas an die eigene Nase fassen, denn auch die Erwachsenen bewegen sich viel zu wenig, hängen zu viel am Computer und der Glotze. Doch nicht an allem ist der Medienkonsum schuld: Schülern, die drei- bis viermal bis abends Schule haben und anschließend noch Hausaufgaben machen müssen, kann man nicht übelnehmen, dass sie es nicht mehr zum Fußballverein schaffen. Auch die Schulen müssen sich bewegen, schon im ureigensten schulischen Interesse: Denn wer wenig Sport treibt, lernt auch schlechter.