Der Friedrichshafener Anlagenbauer Zeppelin Systems muss sich einen neuen Chef suchen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, verlässt Alexander Wassermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin-Tochter, das Unternehmen Ende Oktober – „auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen“, wie es hieß. Der Mittfünfziger ist erst seit gut zwei Jahren im Amt. Die Suche nach einem Nachfolger für Wassermann sei bereits eingeleitet, hieß es.

Alexander Wassermann war gut zwei Jahre lang Chef des auf Anlagen für Schüttgüter spezialisierten Unternehmens Zeppelin Systems aus Friedrichshafen. Der Konzern bedauert seinen Abschied „aus persönlichen Gründen“.
Alexander Wassermann war gut zwei Jahre lang Chef des auf Anlagen für Schüttgüter spezialisierten Unternehmens Zeppelin Systems aus Friedrichshafen. Der Konzern bedauert seinen Abschied „aus persönlichen Gründen“. | Bild: Zeppelin Gmbh

Erst im Frühsommer diesen Jahres stellte die Zeppelin-Konzern-Mutter Wassermann und Co-Geschäftsführer Rochus Hofmann mit Ralf Boschert einen dritten Mann zur Seite. Er sollte, wie es damals hieß, die Geschäftsführung verstärken und ergänzen und künftig die Bereiche Finanzen, Steuern und IT verantworten.

Stiftungskonzern bedauert Ausscheiden

Mit Wassermanns Ausscheiden übernehme Zeppelin-Manager Hofmann kommissarisch seine Aufgaben. Dazu gehöre auch die Leitung der strategischen Geschäftseinheit Anlagenbau innerhalb des Zeppelin-Konzerns, teilte das Unternehmen mit.

Der Zeppelin-Konzern bedauere das Ausscheiden von Wassermann, hieß es. „Mit Respekt und verbundenem Dank für die geleistete Tätigkeit“ wünsche man dem Diplom-Ingenieur alles Gute für seinen weiteren beruflichen und privaten Weg.

Anlagenbau ist bei Zeppelin „strategische Geschäftseinheit“

Im Unternehmen Zeppelin-Systems bündelt sich die Anlagenbau-Kompetenz des 10.000 Mitarbeiter starken Zeppelin-Konzerns. Zeppelin-Systems zählt zu den vier strategischen Geschäftseinheiten des Friedrichshafener Stiftungskonzerns. Dieser verdient sein Geld hauptsächlich als einer der größten Händler schwerer Baumaschinen der US-Marke Caterpillar. 2020 erwirtschafteten die Friedrichshafener knapp 3,3 Milliarden Euro Umsatz. Unter dem Strich verdiente man 91,5 Millionen Euro und damit knapp eine Million weniger als im Vorjahr.