Bei den Spritpreisen in der Region gibt es aktuell nur eine Richtung: nach oben. Binnen einer Woche hätten sich sowohl Superbenzin als auch Diesel um bis zu zehn Cent pro Liter verteuert, sagt Frank Maier, Geschäftsführer der Singener Honeck-Waldschütz Energie.

Grund für die Preissteigerungen sei die Ankündigung der ölexportierenden Staaten vom Mittwoch, die Förderung ab November zu drosseln. Gerüchte ließen an den Börsen bereits ab Montag den Ölpreis nach oben klettern – und trieben damit auch die Spritpreise in die Höhe, sagt der Experte.

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So lag am Freitag laut der Vergleichsplattform „clevertanken.de„ der Durchschnittspreis in Singen für Superbenzin bei 1,91 Euro, für Diesel bei 2,06 Euro. An Konstanzer Zapfsäulen war es dem Online-Vergleichsportal zufolge noch teurer: Hier zahlten Autofahrer durchschnittlich 2,01 Euro für den Liter Super und 2,16 Euro für den Liter Diesel. Eine stets aktuelle Übersicht über die Tankpreise in der Region finden Sie auch hier.

Schweizer fahren zum Tanken nach Deutschland

Autofahrer aus der Schweiz fahren dennoch verstärkt nach Deutschland zum Tanken, sagt Maier. „An unserer Tankstelle in Albbruck am Hochrhein wird seit dem Wochenstart deutlich mehr getankt.“ Der Liter Diesel sei in der Schweiz rund 20 Cent teurer, Benzin koste etwa gleich viel.

Ja, wirklich ein aktuelles Bild! Die Anzeigetafel einer Supermarkttankstelle in Colmar, Frankreich, zeigt die Preise für verschiedene ...
Ja, wirklich ein aktuelles Bild! Die Anzeigetafel einer Supermarkttankstelle in Colmar, Frankreich, zeigt die Preise für verschiedene Treibstoffe an. | Bild: Philipp von Ditfurth, dpa

Dafür werde nahe der französischen Grenze deutlich weniger getankt, weil es im Nachbarland 30 bis 40 Cent pro Liter günstiger sei, so Maier. Während der Tankrabatt in Deutschland zum September ausgelaufen ist, wurde er in Frankreich bis Mitte Dezember verlängert.

Bestimmte Wochentage oder Tageszeiten, zu denen der Preis an der Zapfsäule günstiger sei, gebe es laut Frank Maier nicht. Diese Annahme sei mittlerweile widerlegt.

Dafür werden die hohen Spritpreise Autofahrer vermutlich noch länger begleiten: „Der Trend wird auf jeden Fall anhalten“, sagt Maier, auch mit Blick auf das zum Winter hochlaufende Heizölgeschäft. Wie stark die Kraftstoffpreise noch steigen werden oder ob sie sich auf einem bestimmten Niveau einpendeln, das könne niemand voraussagen.

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