Der Schweizer Technologiekonzern Georg Fischer (GF) hat in Folge der Corona-Krise deutlich Federn gelassen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist der operative Gewinn (Ebit) im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 30 Prozent auf 166 Millionen Schweizer Franken (150 Millionen Euro) eingebrochen.

Umsatz sinkt

Beim Umsatz stand ebenfalls ein Minus an. 2020 erwirtschafteten die in Schaffhausen an der deutsch-Schweizer Grenze ansässigen Metall-Spezialisten knapp 3,2 Milliarden Franken (2,9 Milliarden Euro) und damit rund 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bis 2025 will das Unternehmen, das insbesondere der Automobilbranche sowie dem Energiesektor zuliefert, den Umsatz massiv steigern – auf dann rund fünf Milliarden Schweizer Franken.

Standorte entlang der deutsch-Schweizer Grenze

GF hat entlang der deutsch-Schweizer-Grenze mehrere Standorte, etwa am Stammsitz in Schaffhausen oder in Schlatt am Hochrhein. Der Personalbestand sank innerhalb eines Jahres um rund 500 auf gut 14 100 Mitarbeiter weltweit.

Eine Mitarbeiterin eines Start-Ups fischt Schrimps aus einem Becken. GF liefert auch der Schweizer Schrimp-Industrie zu.
Eine Mitarbeiterin eines Start-Ups fischt Schrimps aus einem Becken. GF liefert auch der Schweizer Schrimp-Industrie zu. | Bild: Gf

„Das Jahr 2020 war von beispielloser Unsicherheit geprägt. Die globale Pandemie hat die bereits herausfordernde Wirtschaftslage noch verschärft“, teilte GF mit.

Aktionäre erhalten weiter Dividenden

Auch die Aktionäre bekommen die wirtschaftlich schwierige Lage zu spüren. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine
Dividende je Aktie von 15 Franken vorschlagen. 2019 waren es noch 25 Franken je Aktie.

Für laufendes Jahr ist man optimistisch

Für die kommenden Monate ist man dennoch optimistisch. „Trotz
der anhaltenden Unsicherheit infolge der Corona-Pandemie rechnen wir mit einem Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich sowie einem Anstieg der Profitabilität“, so GF in der Mitteilung. Voraussetzung sei allerdings, dass weitere Lockerungsmaßnahmen beim Lockdown einträten.