Baden-Württembergs größter Energieversorger EnBW wird im laufenden Jahr einen Azubi-Rekord einfahren. Wie das in Karlsruhe ansässige Unternehmen mitteilte werden zum Jahresende mehr als Tausend Nachwuchskräfte im Unternehmen arbeiten. Damit arbeiteten mehr Azubis und Studierende der Dualen Hochschule bei dem Unternehmen als je zuvor.

4500 neue Mitarbeiter bis 2023

Bei entsprechender Leistung habe der Nachwuchs „gute Chancen auf Übernahme“, sagte EnBW-Konzernbetriebsratschef Dietrich Herd. Derzeit hat die EnBW knapp 23 000 Mitarbeiter, ein Großteil über ganz Baden-Württemberg verteilt. Bis 2023 will der Energieversorger 4500 neue Mitarbeiter einstellen, etwa für den Netzbetrieb, Mobilitätsanwendungen oder für Kommunikationselektronik. In Tuttlingen und Biberach stehen Ausbildungszentren des Konzerns.

Netzbetrieb sucht viele Fachleute

EnBW stellt sich in seiner Ausbildungspolitik damit gegen einen Trend. So haben die Handwerksbetriebe in der Region nach Daten der Handwerkskammer Konstanz (HWK) im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 16 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen. Mit einer staatlichen Ausbildungsprämie soll die Ausbildungstätigkeit der Betriebe nun erhöht werden. Raimund Kegel, Vize-Hauptgeschäftsführer der HWK appellierte an die Firmen, bei der Ausbildung nicht locker zu lassen, um auch im kommenden Jahr noch „Fachkräfte haben“.