Das angepeilte Comeback von Ex-Vorstandschef Dieter Zetsche beim Autobauer Daimler hat sich zerschlagen. Nach anhaltender Kritik von Investorenseite an diesen Plänen macht der einstige Topmanager einen Rückzieher – und eröffnet beim Stuttgarter Konzern damit die Suche nach einem neuen Chefaufseher, der den scheidenden Amtsinhaber Manfred Bischoff von 2021 an ablösen soll.

Kritik an Zetsche von Investoren

Zetsche begründete seinen überraschenden Entschluss damit, dass er von einigen Investoren von vorneherein „nicht als Hoffnungsträger, sondern als Belastung“ angesehen werden würde – „nein, das brauche ich nicht“.

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Zetsche (67) war von Januar 2006 bis Mai 2019 Vorstandschef beim schwäbischen Autobauer, ehe er seinen Posten an Ola Källenius abgab. Allerdings war damals in den Führungsgremien verabredet worden, dass Zetsche – nach einer Abkühlphase – 2021 den Aufsichtsratsvorsitz vom inzwischen 78-jährigen Bischoff übernehmen sollte.

Vorwurf: Trend zur E-Mobilität verpasst

Diese Pläne stießen allerdings zuletzt auf immer mehr Kritik bei Daimler-Aktionären. Zetsche wird unter anderem vorgeworfen, sich zum Ende seiner Zeit als Vorstandschef auf den Rekorden der zurückliegenden Jahre ausgeruht und wichtige Weichenstellungen wie den Umstieg auf die Elektromobilität verschlafen zu haben. Aktuell schreibt der Konzern tiefrote Zahlen.

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