50 Jahre ist es her, da prophezeiten Experten, der Erde würde noch vor der Jahrtausendwende das Öl ausgehen. Es kam anders: Nie waren die Erdöl-Reserven größer als jetzt. Woran das liegt und warum der Großteil nicht verbrannt werden sollte, erklärt der ADAC.

Die nachgewiesenen Ölreserven haben sich seit 1960 fast verfünffacht. Möglich mache das der technische Fortschritt, etwa beim Fracking, heißt es vom Automobilclub. Inzwischen können zudem selbst extreme Tiefsee-Vorkommen wie das Libra-Feld vor der Küste Brasiliens erschlossen werden: Es liegt 7000 Meter tief unter Wasser und Gestein.

Der Rohstoff Erdöl ist endlich

Der theoretische „Peak Oil“, also der Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, nach dem es mit der Produktion nur noch bergab gehen kann, verschiebt sich deshalb immer weiter in die Zukunft – obwohl sich der Rohstoff als solcher natürlich langfristig erschöpft.

Das heißt: Die Erdölversorgung ist auf Jahrzehnte hinaus gesichert. Das belegen auch aktuelle Daten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Beim heutigen Welterdölverbrauch würden die gesicherten Reserven sogar mehr als 50 Jahre ausreichen.

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Dennoch könnte – und müsste – eine Klimaschutzpolitik, die den Umstieg auf E-Mobilität oder den Ersatz von Ölheizungen befördert, den „Peak Oil“ als Allzeit-Fördermaximum tatsächlich herbeiführen. Denn das Erdöl in Mengen ist so schlecht fürs Klima, dass der Großteil der vorhandenen Ressourcen besser nicht verbrannt werden sollte.