Dank treuer Pils-Trinker, neuer Saft-Schorlen und Preisanhebungen hat die Privatbrauerei Alpirsbacher Klosterbräu im Krisenjahr 2021 deutlich zugelegt. Der Umsatz der Schwarzwälder Brauerei sei im vergangenen Jahr um vier Prozent auf gut 27,2 Millionen Euro angestiegen, sagte eine Alpirsbacher-Sprecherin dem SÜDKURIER. Der Bierabsatz habe leicht auf etwa 208.000 Hektoliter zugenommen, sagte sie.

Biermarkt im Südwesten schrumpft

„Gerade vor dem Hintergrund der negativen Gesamtmarktentwicklung im Markt sind wir mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs zufrieden“, sagte Carl Glauner, Inhaber und Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu.

Carl Glauner, Inhaber und Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu (links) und Alpirsbacher-Geschäftsführer Markus Schlör: Beide ...
Carl Glauner, Inhaber und Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu (links) und Alpirsbacher-Geschäftsführer Markus Schlör: Beide seit Jahren bei der Privatbrauerei am Ruder. | Bild: DPA

Im Coronajahr 2021 ist der Bierabsatz deutscher Brauereien um rund 2,2 Prozent zurückgegangen, im Inland verringerte sich die Menge sogar um 3,4 Prozent. Besonders betroffen waren Brauereien aus Baden-Württemberg – sie verkauften bis zu 5,8 Prozent weniger.

Neue Saft-Schorlen im Programm

Ins Kontor schlug, dass die Nachfrage nach Fassbier, das meist in Kneipen und Restaurants ausgeschenkt wird, durch coronabedingte Schließungen am Boden lag. Diese Entwicklung traf auch die Alpirsbacher Familienbrauerei. Auch Weizenbier und Radler liefen aufgrund des kühlen Wetters nicht so gut. Pils, Spezial (Export) sowie neue Saft-Schorlen trieben den Umsatz dagegen an.

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Positiv habe der ausgewogene Mix an Absatzwegen gewirkt, sagte die Sprecherin. Alpirsbacher setzt etwa 30 Prozent seiner Getränke in der Gastronomie, weitere 30 Prozent in Getränkemärkten und 30 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel ab. Etwa zehn Prozent gehen in den Export.

2022 peilt man Gewinn an

Fürs laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet Alpirsbacher sowohl mit „moderat steigenden Absatz- und Umsatzzahlen“, als auch mit Gewinn. Details nennt das Unternehmen aber nicht. Man habe eine gute Stellung im Markt und sei daher zuversichtlich, „uns auch künftig besser als der Markt zu entwickeln“, sagte Alpirsbacher-Geschäftsführer Markus Schlör.

Allerdings führten „extrem steigende Energie- und Rohstoffkosten und die unsichere Versorgungslage“ zu einer starken Verunsicherung der Verbraucher“, sagte Alpirsbacher-Eigner Glauner. Durch langfristigen Einkaufsverträge sei die Situation aber kalkulierbar.