Friedrichshafen/Saarbrücken – Der Automobilzulieferer ZF lässt seinen Worten Taten folgen: Als Reaktion auf die immer wichtiger werdende Elektrifizierung der Mobilität investiert der Konzern drei Milliarden Euro in die Verbesserung und Elektrifizierung der ZF-Getriebetechnologie. Wie das Unternehmen mitteilt, gehen davon allein 800 Millionen Euro in das Getriebewerk in Saarbrücken, wo ZF 9000 Mitarbeiter beschäftigt. "Mit diesen Investitionen wird der Standort fit gemacht für den Wandel von konventionellen hin zu elektrischen Pkw-Antrieben", schreibt ZF. ZF-Chef Wolf-Henning Scheider und sein Vorgänger Stefan Sommer hatten in den letzten Jahren fast gebetsmühlenartig betont, dass sich ZF unabhängiger vom klassischen Verbrennungsmotor machen müsse. "Der Anteil an Hybridgetrieben in der Produktion wird sich in den nächsten Jahren verzehnfachen – von fünf auf dann 50 Prozent“, prognostiziert Scheider. Hybridantriebe seien "mehr als nur eine Brückentechnologie".

Auswirkungen auf Jobs

Der technologische Wandel werde sich allerdings auf den Arbeitskräftebedarf auswirken, teilt ZF mit. "Wenn die aktuell prognostizierte Entwicklung hin zu einer reinen Elektromobilität so fortschreitet, wie aktuell in etlichen Studien prognostiziert, wird der Absatz im Werk Saarbrücken langfristig sinken", heißt es in der Mitteilung. Nach Jahren des Aufbaus werde damit auch die Mitarbeiterzahl sinken. „Diesen Wandel gilt es zu gestalten und zu moderieren“, sagt Stephan von Schuckmann, Leiter der ZF-Division Pkw-Antriebstechnik. Zudem müssten die Mitarbeiter weiterqualifiziert werden.