Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen erwartet für das Jahr 2019 deutlich weniger Umsatzwachstum als im Vorjahr. "Grundsätzlich wird 2019 ein schwieriges Jahr, wenn man das mit den letzten Jahren vergleicht, die doch immer sehr gut gelaufen sind," sagte ZF-Vorstandsvorsitzender Wolf-Henning Scheider auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf vor Journalisten.

ZF schraubt Ziele zurück

ZF habe auf die sich abzeichnende Konjunkturabkühlung auch schon reagiert. "Wir bereiten uns darauf vor, in dem wir mit einer geringeren Umsatzerwartung in das neue Jahr hineingegangen sind", sagte der ZF-Chef, der Deutschlands drittgrößten Automobilzulieferer seit rund einem Jahr führt.

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Viele Branchenfirmen hatten schon 2018 Probleme. Insbesondere bei den Autobauern hagelte es Gewinnwarnungen, die unter anderem auch von der Dieselkrise herrührten. Für 2019 sagen Fachleute nun ebenfalls ein problematisches Jahr für die Automobilbranche voraus.

Konzern präsentiert im April Zahlen

Im Jahr 2017 lag der Jahresumsatz von ZF bei über 36,4 Milliarden Euro. Unterm Strich kam ein Gewinn nach Steuern von 1,12 Milliarden Euro heraus. Für 2018 liegen noch keine Zahlen vor. Diese wird der Konzern Anfang April präsentieren.

Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels lautete die Überschrift: "ZF rechnet für 2019 mit spürbar weniger Umsatz". Die entsprechende Aussage von Konzernchef Wolf-Henning Scheider, die der Überschrift zugrunde lag, hat ZF mittlerweile präzisiert und spricht von einem "langsameren Umsatzwachstum" im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr.