Roboter-Autos sind für Privatleute derzeit nach Ansicht von ZF-Chef Wolf-Henning Scheider unbezahlbar. Allein das System, das vollautonomes Fahren der Stufe vier oder fünf ermögliche, koste derzeit zwischen 70 000 und 100 0000 Dollar, sagte der ZF-Chef in Dresden. „Das ist für Privatleute nicht bezahlbar.“

Ab 2021 hat ZF eigenes Roboter-Systeme

ZF, das derzeit mit Nachdruck sowohl ins autonome Fahren als auch in die Elektromobilität investiert, konzentriert sich daher in seinen Entwicklungsbemühungen auf sogenannte teilautonome Fahrzeuge, mindestens der Stufe zwei. Hier sehe man viel Potenzial, sagte Scheider. Auch weil die Software sehr viel günstiger – ab etwa 1000 Dollar pro Fahrzeug – zu haben sei. Entsprechende Fahrzeuge beinhalten beispielsweise diverse Assistenzsysteme, etwa zum Spurhalten, Bremsen oder Abstandhalten. Ein entsprechender ZF-Co-Pilot, der all dies beherrsch soll laut Scheider „ab 2021“ marktreif sein.

Zweitgrößter Einzelauftrag in der Geschichte

Sein Geld verdient ZF aber nach wie vor mit dem Verkauf von Getrieben und hat hier Erfolge vorzuweisen. In Zukunft werde ZF Hauptlieferant für den Autobauer Fiat-Chrysler für moderne 8-Gang-Automatikgetriebe, kündigte Scheider an. Dabei handele es sich um den zweitgrößten Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens. Genaue Zahlen nannte Scheider – ebenso wie bei der Verkündung des bislang größten Getriebeauftrags von BMW im März – nicht. Die Getriebe können auch elektrifiziert werden und beispielsweise Hybrid-Fahrzeuge antreiben. Gebaut werden sie in Saarbrücken.