Werner Früh ist gelernter Zimmermann und Co-Chef von Powder-Equipment. Er hat jahrzehntelange Erfahrung beim Ski- und Snowboardbau – gute Voraussetzungen, um ein Profi-Board zu bauen. Zuerst braucht das Wintersportgerät die richtige Form. Dafür hat Früh in seiner Werkstatt mehrere Schablonen aus Holz.

Bild: Kipar, Sandro

Ganz zu Anfang besteht das später harte Snowboard aus wenig mehr als einer dünnen, roten Kunststoffschicht, an die Werner Früh die Stahlkanten ansetzt. Diese geben dem Board später den nötigen Halt auf der Piste.

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Jetzt kommt ein entscheidender Schritt. In Sandwichbauweise wird eine Glasfasermatte auf den Belag des Boards aufgebracht. Präzise Arbeit ist hier wichtig, denn Falten oder Wellen würden die Stabilität des Brettes ruinieren.

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Werner Früh ist Zimmermann – und das zahlt sich jetzt aus. Denn ein zentraler Baustein des Boards ist der Holzkern. Er bestimmt maßgeblich über die spätere Fahr-Charakteristik des Snowboards mit. Außerdem verleiht das Naturprodukt dem fertigen Board ein tolles Aussehen.

Werner Früh, Co-Chef der Konstanzer Firma Powder-Equipment baut in der firmeneigenen Werkstatt einen Snowboard-Prototypen. Das Board ist eine Spezialanfertigung für eine Kundin. Meist baut die Firma Tourenski für anspruchsvolle Geher. Bilder: Kipar, Powder-Equipment
Werner Früh, Co-Chef der Konstanzer Firma Powder-Equipment baut in der firmeneigenen Werkstatt einen Snowboard-Prototypen. Das Board ist eine Spezialanfertigung für eine Kundin. Meist baut die Firma Tourenski für anspruchsvolle Geher. Bilder: Kipar, Powder-Equipment | Bild: Kipar, Sandro

Jetzt wird's pampig. Der 54-jährige Ex-Skater bestreicht die Schichten großzügig mit Kunstharz. Die Bauteile, in deren Mitte sich nun der Holzkern befindet, werden so dauerhaft verklebt.

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Jetzt muss nur noch ein Deckel auf das Ganze – und ab geht's in die Presse. Das Pressen ist fast der wichtigste Schritt im ganzen Verarbeitungsprozess. Denn dadurch bekommt das Brett die Vorspannung, die ein gutes Board erst zu einem guten Board macht. Wichtig ist ein hoher Druck, der lange wirkt.

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Nach mindestens zwölf Stunden nimmt Werner Früh, der nebenher in Konstanz einen Sportladen führt, das halbfertige Snowboard aus der Presse – „ein kritischer Moment“, wie Früh sagt. Denn es muss sichergestellt werden, dass nichts verrutscht ist.

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Jetzt ist noch einmal Handarbeit gefragt, und wieder profitiert Werner Früh von seinen Zimmermannskenntnissen. In Millimeterarbeit sägt er die Form des Boards mit einer Stichsäge aus. Immer den Stahlkanten entlang.

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Endkontrolle beim fertigen Snowboard: Perfekt! Was jetzt allerdings so leicht aussah und so schnell zu gehen schien, dauert in Wirklichkeit bis zu drei Tage. Dann erst ist ein neuer Prototyp eines Snowboards von Powder-Equipment fertig.

Wir haben Werner Früh beim Bau eines Snowboards begleitet. Hier holt er es gerade aus seiner Presse und schneidet es mit einer Stichsäge aus. Das Snowboard ist eine Spezialanfertigung für eine Wintersportlerin. Bild: Sandro Kipar
Wir haben Werner Früh beim Bau eines Snowboards begleitet. Hier holt er es gerade aus seiner Presse und schneidet es mit einer Stichsäge aus. Das Snowboard ist eine Spezialanfertigung für eine Wintersportlerin. Bild: Sandro Kipar | Bild: Kipar, Sandro