Für die Weltwirtschaft kommt es gerade dicke. Im Welthandel zeichnen sich Bremsspuren ab. Die Rhetorik auf internationaler Bühne ist so scharf wie selten. Und zwischen den politischen Führern der drei großen Handelsblöcke – USA, China und Europa – regiert tiefes Misstrauen. Die gefühlte Groß-Unwetterlage wird nun zusehends auch durch Wirtschafts-Daten unterfüttert. Die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen sind nach neuen Daten der UNCTAD 2017 um ein Viertel eingebrochen.

Investitionen als Schmiermittel der Weltwirtschaft

Wenn Firmen nicht mehr im Ausland investieren, ist das ein Warnsignal erster Güte. Es bedeutet, dass die Globalisierung, die trotz aller Unzulänglichkeiten ein Garant des Wohlstands ist, ins Stocken gerät. Damit ist das über Jahrzehnte in Deutschland gepflegte Wirtschaftsmodell in Gefahr. Wenige Nationen sonst haben es in der Vergangenheit so virtuos beherrscht, aus weltweiter Verflechtung und Handel Werte zu schaffen wie die Bundesrepublik. Es scheint, als müsse sich das Land nun etwas anderes ausdenken.