Alle schauen auf Apple. Der kalifornische Technologiekonzern ist dank der Erfindung des iPhones innerhalb von zehn Jahren zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen. Börsenwert: 657 Milliarden Euro. Gegründet 1976, verhalf das iPhone Apple ab 2007 zum Aufstieg an die Weltspitze. Auch Deutschlands wertvollster Konzern, SAP, wurde in den 70er-Jahren gegründet und gehört wie Apple zur IT-Branche. Die meisten anderen deutschen Schwergewichte wurden bereits vor rund 150 Jahren gegründet. Sie stehen wie Siemens oder Daimler für Erfindungsreichtum und Ingenieurskunst.

1. SAP

Börsenwert: 105,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen SAP mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist sowohl in Deutschland als auch in Europa an der Spitze der Softwarekonzerne. Im weltweiten Vergleich verdienen nur Microsoft, IBM und Oracle noch mehr Geld mit Software. Bekannt geworden ist SAP mit der gleichnamigen Unternehmenssoftware für Bereiche wie Rechnungswesen und Personalwirtschaft. Fünf ehemalige IBM-Mitarbeiter gründeten SAP 1972 unter den Namen "Systemanalyse und Programmentwicklung".

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2. Siemens

101,9 Milliarden Euro. Siemens steht seit Jahrzehnten für Ingenieurskunst und Innovationskraft. Das Unternehmen, 1847 vom Erfinder Werner von Siemens in Berlin gegründet, hat seit der Gründung rund 60 000 Patente angemeldet. Allein 2016 seien 7 513 Erfindungen dazugekommen. Als Entwickler und Hersteller von Elektrotechnik ist Siemens mittlerweile in vielen Geschäftsfeldern tätig. Von Getriebetechnik, über Schienenfahrzeuge wie Technik für ICE oder Transrapid, entwickelt Siemens auch Steuerungstechnik für Kraftwerke.

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3. Bayer

87,2 Milliarden Euro. Der deutsche Pharmakonzern Bayer blickt auf eine über 150-jährige Firmengeschichte zurück. 1863 wurde die Firma in Barmen, heute ein Teil von Wuppertal, gegründet. Im Jahr 2015 machte Bayer einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Das wohl bekannteste Produkt des inzwischen in Leverkusen ansässigen Konzerns ist das Schmerzmittel Aspirin. Neben zahlreichen Medikamenten entwickelt und vertreibt das Unternehmen mit seinen rund 117 000 Mitarbeitern auch Pflanzenschutzmittel für die Landwirtschaft.

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4. BASF

81,2 Milliarden Euro. In Ludwigshafen am Rhein liegt der Firmensitz des weltweit größten Chemiekonzerns BASF. 1865 in Mannheim als Badische Anilin- und Sodafabrik gegründet, produziert der Konzern an rund 390 Standorten weltweit Lacke und Kunststoffe, fördert aber auch Öl und Erdgas. Die Klimapolitik des Konzerns, besonders in Bezug auf die Öl- und Gasförderung, stand immer wieder öffentlich in der Kritik. Mit einem Umsatz von rund 70,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 ist BASF der größte Chemiekonzern der Welt.

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5. Deutsche Telekom

74,5 Milliarden Euro. Europas größter Telekommunikationsanbieter Deutsche Telekom ist als ehemaliger Monopolist auch heute noch Marktführer als Anbieter von Festnetzanschlüssen und Mobilfunkverträgen in Deutschland. Von der Politik wird der ehemalige Staatskonzern derzeit in die Verantwortung genommen, den flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland voranzutreiben. Die Bundesrepublik hält auch weiterhin einen Anteil von 14,4 Prozent am Unternehmen sowie über die KfW-Bank indirekt 17,5 Prozent.

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6. Daimler

72,1 Milliarden Euro. Mercedes-Benz, die bekannteste Marke der Daimler AG, sorgt weiterhin für den größten Umsatzanteil des Stuttgarter Konzerns. Im Geschäftsjahr 2016 übertraf sich das Unternehmen gleich in dreierlei Hinsicht selbst. Sowohl Absatz als auch Umsatz und Gewinn fielen höher aus, als je zuvor. Lediglich die Lkw-Sparte bereitet Konzernchef Dieter Zetsche derzeit Sorgen. Eine große Herausforderung für den Stuttgarter Autobauer ist die Entwicklung von alternativen Antriebssystemen, wie Elektromotoren oder Brennstoffzellen.

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7. Allianz

71,7 Milliarden Euro. Der Allianz-Konzern mit Sitz in München ist Marktführer für Versicherungen in Deutschland und der zweitgrößte Versicherer weltweit nach der Axa-Gruppe aus Frankreich. Ein Viertel des Umsatzes von rund 125 Milliarden Euro im Jahr 2015 erwirtschaftete der Konzern in Deutschland. Gegründet wurde das Versicherungsunternehmen 1890 in München. Mittlerweile ist der Allianz-Konzern in mehr als 70 Ländern weltweit tätig und bietet neben Unfall- oder Lebensversicherungen auch Finanzdienstleistungen an.

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Bild: Jan Woitas

8. Volkswagen

71,3 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hauptsächlich wegen der Abgasaffäre um manipulierte Motorsteuerungen von Dieselautos in den Schlagzeilen, konnte Volkswagen zuletzt wieder einen Erfolg vermelden. Der Wolfburger Konzern hat Toyota überholt und ist nun der größte Autobauer der Welt. 10,3 Millionen Fahrzeuge verkaufte Volkswagen 2016. Die starken Zuwächse auf dem chinesischen Markt machten dies möglich – trotz der hohen Strafzahlungen und den Imageschaden durch die Abgasaffäre in den USA.

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Bild: Armin Weigel

9. BMW

54,9 Milliarden Euro. Der bayerische Autobauer BMW ging im Jahr 1916 aus den drei Jahre zuvor gegründeten Rapp Motorwerken hervor. Die mittlerweile weltweit bekannte Marke steht für hochwertige Autos und Motorräder. Im Jahr 2015 betrug der Umsatz des Autobauers rund 92,2 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatte die Automobil-Sparte. In diesem Bereich investiert BMW zunehmend auch in die Entwicklung von Elektronautos. Zum BMW-Konzern gehören zudem die Automarken Mini und Rolls-Royce.

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Bild: Jan-Philipp Strobel

10. Henkel

46,7 Milliarden Euro. Persil, Schwarzkopf, Sidolin. So gut wie jeder kennt ein Produkt des Henkel-Konzerns. Mit den deutschlandweit bekannten Marken in den drei Bereichen Reinigungs- und Schönheitspflege sowie Klebstoffe machte Henkel 2015 einen Umsatz von 18 Milliarden Euro. Als Produzent von Klebstoffen ist das 1876 gegründete Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf laut eigener Aussage zudem globaler Marktführer. Dazu gehören Marken wie Pritt, Pattex oder die in der Industrie bekannte Schraubensicherung Loctite.

Stand: 10.02.2017, 14.05 Uhr.