Konstanz – Ähnlich wie viele Bankinstitute verzichtet die Volksbank Konstanz weiterhin auf die Einführung von Strafzinsen für Kleinsparer, hebt aber die Gebühren teils an. "Wir denken nicht über Negativzinsen für Kleinsparer nach", sagte Roger Winter, Vorstand der Volksbank Konstanz am Mittwoch. Allerdings werde man die Gebühren in einigen Bereichen erhöhen. Das betreffe unter anderem Girokonten, aber auch Kreditkarten. Bei Girokonten müssten sich die Kunden auf etwa zwei bis drei Euro mehr im Monat einstellen.

Mit seinem Kurs befindet sich das Institut in guter Gesellschaft. Auch die Sparkassen stehen auf der Kostenbremse. Die aktuelle Niedrigzinsphase zwinge die Institute, Antworten zu finden, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon in Frankfurt. Strafzinsen wollen die öffentlich-rechtlichen Institute ihren Privatkunden aber nach wie vor ersparen.

Die Konstanzer Volksbank hat 2016 gute Zahlen hingelegt. Bei fast allen wichtigen Geschäftszahlen liege man über Vorjahr, sagte Winter. Die Bilanzsumme stieg um knapp sechs Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Kundenkredite wuchsen um zehn Prozent auf rund 950 Millionen Euro an. Der Bilanzgewinn jedoch sank gegenüber Vorjahr leicht auf 944 000 Euro. Mit einer Kernkapitalquote von rund 14 Prozent sieht man sich jedoch gut aufgestellt. Aktuell arbeiten 214 Menschen für die Bank, sieben weniger als zum Vorjahresstichtag.