Das war anders geplant: Eigentlich wollte die Deutsche Bank wieder einen Gewinn ausweisen. Doch Donald Trump hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar entlastet seine Steuerreform langfristig die Unternehmen, zunächst aber kostet sie viele Konzerne Geld – auch die Deutsche Bank. Und so musste Vorstandschef Cryan erneut einen Verlust vermelden.

Allerdings laufen die Geschäfte beim Branchenprimus auch ohne die Steuerbelastung nicht rund. Das mag an den niedrigen Zinsen und der Flaute am Kapitalmarkt liegen, die die Geschäfte der gesamten Branche belasten. Und vielleicht braucht es auch länger, um die Krise wirklich hinter sich zu lassen. Dennoch gerät der Deutsche-Bank-Chef zunehmend unter Druck. Zwar ist unbestritten, dass er ein durchsetzungsstarker Sanierer ist; jetzt muss er allerdings beweisen, dass er das Geldhaus auch wieder auf Wachstumskurs bringen kann. Wenn er hier nicht bald liefert, dürfte es mit der Geduld der Großaktionäre vorbei sein.