Das Schweizer Nahrungsmittelunternehmen Bell Food Group, seit 2018 Konzernmutter des Suppen- und Soßenexperten Hügli mit großem Produktionsstandort in Radolfzell, hat im ersten Halbjahr dieses Jahres beim Umsatz eine Nullnummer hingelegt. Der Erlös blieb unverändert bei zwei Milliarden Schweizer Franken (1,8 Milliarden Euro). Der bereinigte Gewinn (Ebit) sank von 55,2 Millionen Schweizer Franken auf 46 Millionen Schweizer Franken. Als Grund dafür führt der Konzern aus Basel stark steigende Rohmaterialpreise für Fleisch in Europa und den organisatorischen Umbau von Bell Deutschland an.

Die auf Fleischwaren spezialisierte Gruppe will sich von ihrem Wurstwarengeschäft in Deutschland trennen. „Der geschäftliche Fokus in Deutschland liegt künftig auf dem Ausbau der Position im Bereich hochwertiger deutscher und internationaler Rohschinken“, teilt die Bell Food Group mit.

Im Segment Convenience, zu dem die Bell-Tochter Hügli zählt, lief es deutlich besser als für den Rest des Konzerns. Der Umsatz im ersten Halbjahr erhöhte sich um 33,2 Millionen Schweizer Franken auf 548,9 Millionen Franken. Hügli sei dabei organisch gewachsen und die Zusatzumsätze aus Synergieeffekten lägen über den Erwartungen, so die Bell Food Group. Die Bell Food Group beschäftigt derzeit über 12 000 Mitarbeiter, davon 600 bei Hügli in Radolfzell.