So langsam wird es für Autofahrer ungemütlich. Seit Monaten kennen die Preise an der Zapfsäule nur eine Richtung: Sie gehen nach oben. Auf der einen Seite ist eine nach wie vor brummende Weltwirtschaft, die viel Öl verschlingt. Auf der anderen Seite steht ein Öl-Angebot, das an seine Grenzen stößt. Wichtige Fördernationen wie Venezuela sind aufgrund politischer Krisen ein Totalausfall. Andere Anbieter wie Russland oder Saudi-Arabien können das nicht ausgleichen. Sie pumpen das schwarze Gold schon in zu großen Mengen aus dem Boden.

Irankrise ist entscheidend

Vor allem aber sind es politische Unsicherheiten, die den Höhenflug der Ölpreise beflügeln und damit auch Diesel und Benzin teurer machen. Sollte der Iran durch die drohenden US-Sanktionen ab November vom Ölgeschäft abgeschnitten werden, steht eine Preisrallye bevor. Hausbesitzer sollten ihre Heizöltanks daher besser zeitig füllen – und Autofahrer sich schon mit dem Gedanken anfreunden, das Fahrrad wieder etwas öfter aus der Garage zu holen.