Singen – Nach der Übernahme der Eisengießerei von Georg Fischer (GF) durch Fondium ist die Verunsicherung in der 1000-köpfigen Belegschaft weiter groß. Zwar hat Fondium beteuert, keine Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Doch eine formale Garantie gebe es dafür nicht, bestätigte ein GF-Sprecher dem SÜDKURIER. Für Fondium spricht allerdings, das das Führungstrio des neu gegründeten Unternehmens aus in Singen gut bekannten Gesichtern besteht.

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„Wir sind keine Heuschrecke", sagt Achim Schneider, der das Unternehmen zusammen mit Arnd Potthoff und Matthias Blumentrath frisch gegründet hat. Alle drei hatten zuvor in der Gusssparte (Casting Solutions) von Georg Fischer Führungspositionen inne. Wir wollen Ihnen die drei starken Männer von Fondium, die neben dem Singener Werk auch die GF-Gießerei in Mettmann bei Düsseldorf mit 1000 Mitarbeitern erworben haben, vorstellen.

  • Achim Schneider ist 56 Jahre alt, hat zwei Töchter und stammt aus Radolfzell. Für GF hat er 20 Jahre in verschiedenen Positionen gearbeitet. Zuletzt war er Vertriebs-, Forschung und Marktentwicklungsmanager bei GF Casting Solutions. Bei Fondium ist Schneider schwerpunktmäßig zuständig für Vertrieb, Produktion, Strategie, Marketing sowie für Forschung und Entwicklung.
  • Matthias Blumentrath ist 44 Jahre alt, verheiratet, und hat drei Kinder. Der Steißlinger arbeitet seit 11 Jahren bei GF. Bis vor kurzem leitete er die Rechtsabteilung bei GF Casting Solutions für Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder. Bei Fondium wird er die Bereiche Personal, Recht, Risikomanagement und Einkauf verantworten.
  • Arnd Potthoff, 49 Jahre, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er stammt aus Hagen. Seit 18 Jahren ist er bei GF beschäftigt, zuletzt als Geschäftsführer des deutschen Service Centers von GF Casting Solutions. Bei Fondium wird Potthoff die Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Controlling, IT und Steuern übernehmen.

„Wir haben uns nicht gegen den Georg-Fischer-Konzern, sondern für das neue Projekt entschieden“, sagen die drei Unternehmer, auch wenn der Neustart eine Herausforderung sei, wie sie zugeben. „Wir sind mit Herzblut bei der Sache und setzen auf mittelständische Strukturen“, heißt es bei Fondium. Der Firmenname leitet sich übrigens vom italienischen "fondere" (schmelzen) ab.