Die Globalisierung ist aus Verbrauchersicht etwas Schönes. Sie schafft uns Zugang zu Produkten, die es in Deutschland nicht gibt. Zudem senkt der internationale Wettbewerb die Preise. Auch gegen den Online-Handel ist prinzipiell nichts einzuwenden. Denn das Bestellen per Mausklick vom Sofa aus ist oft bequemer als die Fahrt in überfüllte Einkaufszentren mit begrenzten Öffnungszeiten.

Doch im internationalen Wettbewerb sollten für alle die gleichen Regeln gelten. Das war bisher auf Online-Plattformen wie Amazon oder Ebay nicht immer der Fall. Ausländische Unternehmen konnten sich durch einen Trick die Umsatzsteuer sparen. Dass der Staat nun diese Gesetzeslücke schließen will, ist begrüßenswert. Auch die politische Konstruktion, die Plattformen für ihre Kunden haften lässt, hat Hand und Fuß. Denn wie Facebook für seine Inhalte (mit-)verantwortlich ist, dürfen sich auch Amazon und Ebay nicht aus der Pflicht stehlen und müssen ihrer solidarischen Verantwortung nachkommen.