Die Bahn hat einen Befreiungsschlag hingelegt und verspricht Dauertiefpreise. Und eine Fahrkarte, die von Haustür zu Haustür gilt, egal welches öffentliche Verkehrsmittel man benutzt. Das macht Eindruck und bietet tatsächlich Vorteile. Trotz steigender Fahrgastzahlen agiert der Konzern aber nicht aus einer Position der Stärke heraus.

Er ist ein Getriebener. Mit Billigfliegern und Fernbussen, die ihr Angebot gerade auf die Schiene ausweiten, sitzen ihm harte Konkurrenten im Nacken. Und am Spielfeldrand laufen sich Autobauer und US-Digitalkonzerne warm, um im Markt des Massenverkehrs mitzumischen. Mit Mobilitäts-Apps vernetzen sie schon heute Interkontinentalreisende ebenso wie Regio-Pendler. Es ist also Zeit, dass die Bahn sich bewegt, will sie attraktiv bleiben.

Der Kunde zahlt mit weniger Spontanität

Ganz umsonst sind die neuen Angebote indes nicht. Der Bahn-Kunde zahlt mit Spontanität. Denn von den Niedrigpreisen profitiert nur, wer früh bucht und sich festlegt. Ganz so also wie bei der fliegenden und rollenden Konkurrenz.