Bild: Walther Rosenberger

Clemens Schickentanz ist eine Rallye-Legende. In den 1960er und 1970er Jahren fuhr der blonde Hühne bei 24-Stunden-Rennen große Erfolge ein – auf Porsche, aber auch auf Mercedes-AMG. Sein Lieblingsfahrzeug ist die Mercedes S-Klasse, 300 SEL AMG 6,8.

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Die „Rote Sau“, wie das Auto damals genannt wurde, prügelte Schickentanz auf dem Ardennen-Klassiker in Spa auf 278 Stundenkilometer, wie er dem SÜDKURIER am Rande der Internationalen Automobilausstellung (IAA) sagte. Die „Rote Sau“ ist unverkäuflich. Streng genommen gibt es sie gar nicht mehr. Das Originalfahrzeug, auf dem Schickentanz seine Erfolge einfuhr, gilt heute als verschollen.

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Alle haben ihn schon gefahren: Der Kaiser von Japan, der Schah von Persien, Elvis, Lady Di und der Papst – den Mercedes 600 Pullman. Die legendäre Karosse – hier im Bild die Baureihe 100 – ist der Urvater aller späteren Pullman-Fahrzeuge und wartete zum Produktionsstart 1964 mit einem 8-Zylinder-Motor auf, der die Limousine auf Tempo 200 brachte. Für sanftes Dahingleiten sorgte die Luftfederung, für ausreichend Schutz eine optionale Panzerung.

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Das ziemliche Gegenteil des elitären 600-Pullman ist die BMW 6er-Reihe der 1970er Jahre, hier ein 630 CS. Das viersitzige Coupé sollte eigentlich sportliches Reisen für betuchte Kunden ermöglichen. Das ging zwar in dem Anfangs von Karmann gefertigten Auto durchaus. Allerdings entdeckten auch Lebemänner und Rotlichtgrößen schnell ihre Liebe zu dem BMW 6er – insbesondere zum sportlichen Modelltyp 635 CSI. Das Design aus der Feder des legendären BMW-Chefzeichners Paul Bracq kam besonders aggressiv und dynamisch daher, verzichtete aber gleichzeitig nicht auf für BMW stilprägende Details wie die im unteren Teil nach vorn verlaufende C-Säule. Auf das BMW-Emblem, das beim Vorgänger 3.0 CSI noch an dieser Stelle geprangt hatte, verzichteten die Bayern bei diesem Modell. Karriere machte das Fahrzeug auch im Rallyesport und bei Tunern. Heute ist es ein Klassiker.

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Porsche – heute und damals: Im Hintergrund ein Porsche 911 Turbo „Targa“ (Typ 930) aus den 1980er Jahren, dessen Design ein Tuner heute wieder aufgenommen hat (Vordergrund). Der 911 Turbo, der es ab 1974 auf eine Bauzeit von 15 Jahren brachte, war der erste Seriensportwagen, in den die Zuffenhausener einen Turbolader einbauten. Heute ist das Standard, früher ein Technik-High-Light, das den „Turbo“ ganz nebenbei zum schnellsten Seriensportwagen der Welt machte.

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Genau 273 Stück wurden vom Lamborghini 400 GT produziert. An den Start ging der Gran Tourismo mit einem 12-Zylinder-Triebwerk mit 320 PS, das den Boliden auf Tempo 260 beschleunigen konnte. Ende der 1960er Jahre schaffte kaum ein Konkurrent mehr. Kostenpunkt für dieses graue Exemplar aus dem Jahr 1966: Schlappe 620 000 Euro.

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Diesen Lamborghini Gallardo gibt es zum Schnäppchenpreis von 295 000 Euro – kein Wunder, stellte der Gallardo, der nach einem Kampfstier benannt wurde, doch das Einstiegsmodell des italienischen Sportwagenbauers dar. Lamborghini gehört heute zum VW-Konzern.

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1956 lief in den Bayerischen Autowerken in Traunreut dieses ebenso seltene wie sonderbare Gefährt vom Band – der „Spatz“. 1954 entwickelte der Rennfahrer Egon Brütsch den „Spatz“, zunächst als dreirädriges Auto. Um Kosten zu sparen, verpasste er ihm eine selbsttragende Kunststoffkarosserie. Am Kunststoff wurde festgehalten, die drei Räder waren dann aber doch zuwenig, weswegen der „Spatz“ in seiner Endversion vier Räder aufwies. So kann man diesen grünen Vogel auch heute kaufen – für 32 500 Euro.

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229 000 Euro müssen Fans für diesen Porsche 911 S Targa anlegen. Kein Wunder, der Modelltyp aus den 1960er Jahren ist heute gesucht wie das Bernsteinzimmer. Der Neupreis 1966 betrug dagegen aus heutiger Sicht spärliche knapp 26 000 Mark.