Im Streit um die Rückforderung von 23,5 Millionen Euro ist zwischen dem Molkereikonzern Lactalis und der Omira Oberland-Milchverwertung GmbH (OOMV) keine außergerichtliche Lösung in Sicht. Bei den Omira-Milchbauern ist das Vergleichsangebot der Franzosen in einer ersten Prüfung durchgefallen.

Milchbauern können Forderung nicht nachvollziehen

Sie teilen auf Nachfrage dieser Zeitung mit: "Nach kursorischer Prüfung gehen wir nicht davon aus, dass der Vorschlag als Basis für eine gütliche Einigung zwischen den Parteien geeignet ist." Neben den "haltlosen" Forderungen von 19,5 Millionen Euro für einen angeblich erhöhten Lieferpreis sei der Aufwand für den Brandschutz ausdrücklich in die Vertragsurkunde aufgenommen worden.

Lactalis klagt auf 23,5 Millionen Euro

"Auch die weiteren Ansprüche können auf Basis der von Lactalis übermittelten Unterlagen weder dem Grunde nach noch in der geltend gemachten Höhe nachvollzogen werden", teilte die OOMV mit. Die Milchbauern äußern sich sehr zuversichtlich, dass die Ansprüche vor Gericht abgewendet werden können, sollten sich die Parteien nicht außergerichtlich verständigen.

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Lactalis hatte die eigene Molkerei wegen arglistiger Täuschung auf 23,5 Millionen Euro verklagt. Die Milchbauern sollen bei den Kaufverhandlungen einen höherer Milchlieferpreis verschwiegen haben. Außerdem gebe es Mängel beim Brandschutz und in der Produktion. Die Franzosen hatten der OOMV – in der 2000 Milchbauern organisiert sind – am vergangenen Freitag ein Angebot gemacht. Sie verzichten auf die Forderung von 19,5 Millionen Euro und behalten vier Millionen Euro vom Kaufbetrag ein. Lactalis möchte bis zum 22. Februar eine Antwort, ob dem Vergleich zugestimmt wird.