Tarifverträge, die den Arbeitnehmern ein hohes Maß an Flexibilität einräumen, sind auf dem Vormarsch. Die Deutsche Bahn, die Deutsche Post sowie die Metaller haben es ihren Mitarbeitern ermöglicht, zwischen mehr Freizeit oder einer Gehaltserhöhung zu wählen.

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Je nach Branche wollen zwischen 20 und knapp 60 Prozent der Arbeitnehmer weniger arbeiten. Das zeigt, dass das Thema einen Nerv trifft. Stress und Arbeitsverdichtung fordern ihren Tribut. Gleichzeitig können es sich viele leisten, finanziell etwas kürzer zu treten.

Kleinfirmen haben Probleme, Jobs nachzubesetzten

Die tolle Nachricht für die Beschäftigten ist allerdings speziell für kleine Firmen problematisch. Ersatz für die fehlenden Arbeitskräfte zu organisieren, ist für sie besonders schwer. Erste Firmen drohen mit Austritt aus dem Tarif. Das aber wäre für die Metallbranche kritisch, denn der Arbeitsmarkt würde sich zunehmend in die Betriebe aufspalten, die sich die Rundum-Sorglos-Tarifverträge leisten können und diejenigen Unternehmen, die das nicht schaffen. Das wäre fatal.