Es gibt wohl wenige Unternehmen auf dieser Welt, deren Firmenchronik 240 Millionen Jahre zurückreicht. Bei der Verostone GmbH aus dem oberbayrischen Eichstätt, einem Spezialisten für die Verarbeitung von Jurakalkstein, Muschelkalk und Sandstein zu Fassaden und Bodenbelägen, ist genau das der Fall.

Denn zu diesem Zeitpunkt – so referiert Verostone auf seiner Homepage – habe die Ablagerung von Muscheln, Skeletten und kalkhaltige Ausscheidungen von Lebewesen im fränkischen Urmeer begonnen. Millionen Jahre später, im Jahre 1882, begründete der Steinmetz Carl Schilling mit dem Unternehmen Hemm.Stone die Kirchheimer Muschelkalkindustrie, heißt es in der Chronik weiter. Dieses Unternehmen fusionierte – so der nächste Eintrag über 130 Jahre später – 2015 mit der Neumeyer & Brigl zu Verostone.

10 Millionen Umsatz mit 74 Mitarbeitern

Dieser historischen Aufzählung wird Verostone ein weiteres Kapitel hinzufügen müssen. Denn das Tochter-Unternehmen des Stühlinger Baukonzerns Sto, das 74 Mitarbeiter beschäftigt und 2018 einen Umsatz von 10 Millionen Euro erwirtschaftete, wird selbstständig.

Wie Sto mitteilt, haben „langjährige Führungskräfte“ von Verostone sozusagen ihr eigenes Unternehmen gekauft (im Fachjargon spricht man von einem „Management Buy Out“). Es handele sich um einen „Asset Deal“, heißt es weiter. Das bedeutet, dass Wirtschaftsgüter (englisch Assets) eines Unternehmens, wie Grundstücke, Gebäude oder Maschinen nicht als Ganzes, sondern einzeln übertragen werden. Kaufpreis und weitere Details des Geschäfts nennt Sto nicht. Und für eine Auskunft dazu war Sto gestern nicht zu erreichen.

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