Die Fusion von Karstadt mit Kaufhof ist aus mehreren Gründen bitter. Zuerst einmal verlieren viele Innenstädte einen Teil ihrer prägenden Kerne, denn dass Filialen geschlossen werden, ist so gut wie ausgemacht. Der Kunde wiederum schaut in die Röhre, weil durch den Kahlschlag bei den Vollsortimentern seine Auswahlmöglichkeiten beim Einkauf sinken. Das wiederum führt in der Regel auch zu höheren Preisen. Am heftigsten trifft es allerdings die Mitarbeiter der Kaufhäuser. Glaubt man den Gerüchten in der Branche, steht bis zu ein Viertel der Kaufhof-Arbeitsplätze auf der Kippe.

Billig-Jobs bei Internetversendern

Die Jobs fallen eigentlich nicht weg, sondern werden nur an anderer Stelle und zu viel schlechteren Konditionen wieder aufgebaut – in den expandierenden Logistikzentren der Internetversender. Den Schlamassel jetzt aber den Kunden anzulasten, die eben vermehrt im Internet einkaufen, ginge fehl. Stattdessen müssen sich insbesondere Kaufhof und Karstadt fragen lassen, warum sie diesen Trend so lange verschlafen haben.

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