Nach langem Ringen haben sich der ZF-Betriebsrat und das Management des Automobilzulieferers auf eine Reform der Betriebsrente geeinigt. Wie der Betriebsratsvorsitzende Achim Dietrich auf einer Betriebsversammlung in Friedrichshafen mitteilte, werden 5000 bisher unversorgte ZF-Mitarbeiter in das Rentensystem aufgenommen. Zur Gruppe der Unversorgten gehören hauptsächlich ehemalige TRW-Mitarbeiter sowie neu eingestellte Mitarbeiter.

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ZF hatte vor gut einem Jahr die Betriebsvereinbarung zur Altersvorsorge gekündigt. In der neu ausgehandelten betrieblichen Altersvorsorge wird es keine klassische, lebenslange Rente mehr geben. Stattdessen sammelt der Beschäftigte bis zum Renteneintrittsalter ein bestimmtes Kapital an, das er sich in verschiedenen Formen auszahlen lassen kann – alles auf einmal, in zehn oder 20 Jahresraten oder in Mischformen. Alle, die in der alten ZF-Rente sind, können im nächsten Jahr auswählen, ob sie bleiben oder ins neue System wechseln wollen.

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Die Reform war nötig geworden, weil die Niedrigzinsen die Finanzierung von Betriebsrenten nach alter Logik in eine Schieflage gebracht hatten. Auch viele Dax-Konzerne kämpfen mit dem selben Problem. Dietrich zeigte sich mit dem gefundenen Kompromiss zufrieden. „Für den Gesamtbetriebsrat ist das ein Meilenstein“, sagte er.

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