Die monatelange Hängepartie für Käufer von E-Autos hat ein Ende. Die neuen Förderrichtlinien beim Erwerb von E-Fahrzeugen „würden nun umgehend umgesetzt“, sagte CDU-Fraktionsvize Andreas Jung dem SÜDKURIER. Die neuen Fördersätze seien für alle Fahrzeuge anwendbar, die nach dem 4. November 2019 zugelassen worden seien. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem guten Signal. Die neue Förderrichtlinie werde noch im Februar in Kraft treten. Käufer profitierten dann von erhöhten Fördersätzen.

Förderung gilt auch für Hybride

Für rein elektrische Autos, die weniger als 40 000 Euro kosten, klettert der Zuschuss nun von derzeit 4000 Euro auf 6000 Euro. Für Autos mit einem Listenpreis von mehr als 40 000 Euro steigt die Prämie auf 5000 Euro. Neu ist, dass die Förderung für rein batterieelektrische Fahrzeuge wie auch für Plug-In-Hybride, gilt – letzteres sind Autos, die über eine Steckdose oder Wallbox mit Strom betankt werden können. Die Industrie werde sich weiterhin zur Hälfte an dem sogenannten Umweltbonus beteiligen, hieß es.

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Die Regelung gelte technologieoffen für E-Autos genauso wie für andere Fahrzeuge, die die Umweltstandards erfüllen, also etwa auch für Brennstoffzellenautos, sagte Jung.

Hohe Absatzrückgänge in letzten Monaten

Seit Juli 2016 subventionieren Bund und Hersteller die meisten Elektroautos sowie Pkw mit Brennstoffzelle mit insgesamt 4000 Euro. Auf dem Autogipfel im Bundeskanzleramt im November 2019 wurde eine Erhöhung der Prämie beschlossen, allerdings haperte es mit der Umsetzung der entsprechender Regularien. Die Folge: E-Auto-Käufer hielten sich mit Neuanschaffungen zurück, da sie auf das Inkrafttreten der höheren Kaufprämie warteten.

Als Konsequenz brachen die Verkaufszahlen von Elektroautos in Deutschland in den vergangenen Monaten ein. Eine Studie des Automobilfachmanns Ferdinand Dudenhöffer bezifferte die Absatzrückgänge auf bis zu 50 Prozent.

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