Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Südbaden, Utz Geiselhart, hat zusammen mit Geschäftsführern eines Reformhauses in Singen 7750 Unterschriften gegen die Einführung einer Bagatellgrenze bei der Erstattung der Mehrwertsteuer für Kunden aus der Schweiz an den CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Jung übergeben. „Die Einführung einer Bagatellgrenze von 175 Euro führt dazu, dass vor allem kleine und mittlere Geschäfte Arbeitsplätze verlieren und ihre Existenz gefährdet ist“ betonte er. Im Grenzraum sorgten Schweizer Kunden für einen großen Teil des Gesamtumsatzes.

Für digitale Lösung

Wie Geiselhardt befürwortet auch Andreas Jung eine digitale Lösung, um die Mehrwertsteuer zurückzuerstatten. „Dies sollte mittelfristig so vollzogen werden. Befristet wäre die Einführung einer Bagatellgrenze denkbar, die müsste aber deutlich heruntergeschraubt werden“, sagte Jung. Er wolle sich mit Nachdruck bei der Regierung für eine digitale Lösung einsetzen, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Dies könne auch die angespannte Lage in den Zollämtern entlasten.

Das könnte Sie auch interessieren

Dietmar Rogg, der zusammen mit Diana Wicht in Waldshut, Singen und Radolfzell ein Reformhaus führt, unterstrich bei der Unterschriften-Übergabe: „Wir leben vor allem von den kleineren Geschäften und davon, dass wir die Kunden persönlich beraten. Kommt die Bagatellgrenze, würde dies unserem Geschäft empfindlich schaden und Arbeitsplätze wären akut gefährdet“.