Die Diskussion um das Verbot des Unkraut-Killers Glyphosat in Privatgärten ist ein Nebenkriegsschauplatz. Gerade einmal zwei Prozent der in Deutschland eingesetzten Gesamtmenge entfällt auf Hobby-Gärtner. Allerdings landet das Totalherbizid, das im Verdacht steht, bei unsachgemäßer Anwendung Krebs auszulösen, auf 40 Prozent der deutschen Äcker. Auch im Obst- und Weinbau ist es beliebt.

Das Problem liegt beim Glyphosat-Einsatz auf dem Acker

Wenn CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk bei dem Thema Glyphosat-Verbot klare Kante zeigen will, dann bitte hier. Genau das tut er aber nicht. Um politisch zu punkten, nimmt er lieber die Hobbygärtner ins Visier. Das ist nicht mehr als ein ziemlich durchschaubares Polit-Placebo.

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Unabhängig davon sollten sich Privatleute genau überlegen, ob sie Glyphosat und andere Pestizide wirklich in ihrem Garten einsetzen. Immer mehr Studien bescheinigen ihnen verheerende Wirkungen auf die Biodiversität. Und ist es nicht die Vielfalt, die einen Garten erst richtig schön macht?