Die weltgrößte Computerspielmesse, die Gamescom, öffnet ihre Türen für das breite Publikum. Bis zum Samstagabend werden mehrere Hunderttausend Besucher erwartet, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 370.000.

Auf 210.000 Quadratmetern zeigen mehr als 1000 Aussteller ihre Neuheiten. Ein Themenschwerpunkt ist das Cloud-Gaming, wenn also Spiele ausgelagert auf Servern laufen und nur ihr Abbild auf dem Smartphone oder Fernseher erscheint.

Da die Wetterprognose gut ist und daher niemand wegen Regens zu Hause bleiben dürfte, könnte der Besucherrekord der Gamescom geknackt werden. Hinzu kommt noch ein umfassender Internetauftritt, um Branchenfans aus der ganzen Welt die Weltneuheiten zu zeigen - die globalen Klickzahlen gewinnen für die Veranstaltung an Bedeutung.

Bereits am Dienstag war die Messe für die Presse und Fachleute eröffnet worden. Zu sehen waren erste bunt gekleidete Cosplayer, ob Elfen, Ritter oder Ghostbuster (Geisterjäger). Am Mittwoch dürfte das Publikum noch farbenfroher werden, wenn Privatleute aus der ganzen Republik in die Domstadt strömen. Separat zur Gamescom gibt es zahlreiche weitere Gaming-Veranstaltung querbeet in Köln, das damit für einige Tage wie eine Art Gaming-Hauptstadt erscheint.

Das Geschäft mit Computer- und Videospielen boomt auch hierzulande. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um elf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Doch lediglich 4,3 Prozent des Umsatzes kamen zuletzt aus Entwicklungen, die auch hier produziert wurden - der Deutschland-Anteil sinkt seit langem. Um diesen Trend zu stoppen, hofft die Branche auf langfristig angelegte Fördergelder vom Bund. (dpa)