Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW treibt seine Internationalisierungsstrategie weiter voran. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, kaufte man in Schweden 51 Windkraftanlagen mit 105 Megawatt installierter Leistung. Das entspricht rund einem Zehntel der Nennleistung eines Kernkraftwerks. Über den Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.

Kernkraftwerke gehen vom Netz

Um Kern- und Kohlekraftwerke zu ersetzen, verfolgt die EnBW seine Strategie der "selektiven Internationalisierung", insbesondere bei der Windenergie. Hintergrund ist auch, dass gute Standorte in Deutschland knapp geworden sind. Dazu hat der Energieversorger in den vergangenen Monaten in mehreren Ländern weltweit Anlagen erworben oder Unternehmen gegründet, darunter etwa in Frankreich, den USA, Taiwan. Teils handelt es sich dabei auch um sogenannte Offshore-Projekte vor den Küsten. Mit mehr als 21 000 Mitarbeitern ist die EnBW eines der größten Energieversorgungsunternehmen in Europa und versorgt rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wasser sowie mit Energiedienstleistungen. Bis 2020 will die EnBW insbesondere die Windkraft zu einer tragenden Säule des Geschäfts ausbauen.